Montag, 29. April 2013

Den Stil verbessern

»Den Stil verbessern
heißt den Gedanken verbessern.«
(F. Nietzsche: Menschliches, Allzumenschliches II.)

Samstag, 27. April 2013

Grundgebete: Apost. Glaubensbekenntnis

Das „Apostolische Glaubensbekenntnis“ war ursprünglich ein reines Taufbekenntnis. Heute wird es auch in der Meßfeier gebetet und ersetzt dort dann das Credo:
»Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn,
unseren Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters,
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.«

Wildgewürz

Nicht jede Gewürzmischung muß man fertig kaufen. Wenn man weiß, was hinein gehört, kann man sie auch selbst zusammenstellen.
Der größte Vorteil ist, daß man dann auf Zutaten verzichten kann, die man nicht mag oder solche zusätzlich hinzufügen kann, die man für passend empfindet. Natürlich hat man in einer selbstgemachten Mischung auch keine Geschmacksverstärker und sonstige Zusatzstoffe drin.
Hier ist ein Rezept für ein „Wildgewürz“:
  • 2 EL Salz
  • 6g Muskatblüte
  • 2g Muskatnuß
  • 2 TL Tymian (getrocknet)
  • 1 TL Pfefferkörner
  • 8 Pimentkörner
  • 4 Gewürznelken
  • 1 Prise Zimt
Alle Gewürze werden sehr fein gemahlen. Ich benutze für so etwas immer eine alte Kaffeemühle mit Handbetrieb. Der Vorteil ist, daß man nur langsam mahlen kann und die Gewürze beim Mahlvorgang nicht heiß werden und daher beim Mahlen ihr Aroma nicht verlieren.
Diese Mischung hält sich in einem gut verschlossenen Glas einige Zeit. Wie jede Gewürzmischung sollte man sie natürlich nicht jahrelang in der Ecke stehen lassen und sich dann wundern, wenn sie irgendwann kein Aroma mehr hat.
Durch das Salz neigt die Mischung, genauso wie jede andere Gewürzmischung mit Salz, natürlich dazu Wasser anzuziehen, so daß das Aufbewahrungsgefäß wirklich dicht sein sollte. Am besten eignet sich ein Glas mit Schraubverschluß.
Üblicherweise gehören in eine Wildgericht auch Lorbeerblätter und Wacholderbeeren. Diese beiden Zutaten fehlen in der Mischung. Lorbeerblätter lassen sich kaum vernünftig mahlen und wenn sie nur zerhackt werden, ist es nicht schön, wenn man beim Essen zerhackte Lorbeerblätter zwischen den Zähnen hat. Wacholderbeeren lassen sich aufgrund des relativ hohen Wassergehalts nur schwerlich fein mahlen. Sie verstopfen eher das Mahlwerk.
Es ist also sinnvoll, wenn man diese beiden Zutaten separat beim Kochen hinzugibt. Mit Wacholderbeeren sollte mam bei Wildgerichten nicht sparen. Damit sie das Aroma besser abgeben empfiehlt es sich die Beeren kurz anzudrücken. Nach dem Kochen kann man vor dem Servieren die Lorbeerblätter – und wer keine Wacholderbeeren auf dem Teller haben will auch diese – wieder rausfischen.
Für ein Wildgulasch für vier Personen benötigt man neben 2 gehäuften Teelöffeln der Gewürzmischung noch 1-2 Lorbeerblätter und 8-10 Wacholderbeeren. Zusätzlich sollte man noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit.

Freitag, 26. April 2013

Grabstein-Weisheiten III

Hier unter diesem Leichenstein
ruht eine Jungfrau: Rosa Klein.
Sie suchte lang vergeblich einen Mann.
Zuletzt nahm sie der Totengräber an.
(Grab in Wien)

Donnerstag, 25. April 2013

Primizbilder: 1932 und 1997

Ein Vergleich ohne Worte
1932

1997

Die Entstehung des Neuen Testaments

Die Entstehung des Neuen Testaments ist schnell erklärt:

Ein Rabbi ist verzweifelt, denn sein Sohn hatte sich entschieden, die Religion zu wechseln. Er will Christ werden.
In seiner Not ruft der Rabbi zu Gott: „Adonai, du musst mir helfen, mein Sohn möchte Christ werden!“
Gott-Vater antwortet ihm: „Sei nicht traurig, auch mein Sohn ist Christ geworden!“
Der Rabbi ist sehr erstaunt und fragt voll Verwunderung: „Und? Was hast du dann gemacht?“

„Ich habe ein neues Testament gemacht!“

Dienstag, 23. April 2013

St. Georg

Aus der »Legenda aurea«:
»Georgius der Ritter war geboren von Cappadocischem Geschlecht; der kam einst in das Land Lybia, in die Stadt Silena.
Nahe bei der Stadt war ein See, so groß als ein Meer, darin wohnte ein giftiger Drache, der hatte schon oft das ganze Volk in die Flucht getrieben, wann es gewappnet wider ihn zog. Dann kam er bis unter die Mauern der Stadt und verpestete alles mit seinem Gifthauch. Also gaben ihm die Bürger täglich zwei Schafe, dass sie seinen Grimm stilleten; anders so kam er unter die Mauern der Stadt und verpestete die Luft mit seinem Gifthauch, dass viele daran starben.
Als aber der Schafe wenig wurden und man ihrer nimmer genug mochte finden, kam man überein, dass man dem Wurm täglich opfern sollte einen Menschen und ein Schaf. Also warf man das Los, welchen Mann oder welches Weib man dem Drachen geben sollte; und niemand mochte dem entrinnen. Als nun schon fast alle Söhne und Töchter der Stadt geopfert waren, geschah es, dass das Los auf des Königs einige Tochter fiel, dass man sie dem Drachen sollte geben.
Da ward der König traurig und sprach "Nehmt mein Gold und Silber und die Hälfte meines Königreiches, aber laßt mir meine Tochter, dass sie nicht also jämmerlich sterbe". Das erzürnte das Volk und sie sprachen "König, du hast das Gebot selber gegeben: wir mussten alle unsre Kinder verlieren, und du willst deine Tochter behalten? So du an ihr das Gesetz nicht erfüllest, das du gegeben hast, verbrennen wir dich und dein Haus". Als der König ihren Ernst sah, hub er an seine Tochter zu klagen und sprach "Weh mir, mein Kind, was soll ich mit dir tun, was soll ich sprechen? Ach, nimmer werde ich deine Hochzeit sehen". Und zum Volk sprach er "Ich bitte euch, laßt Sie mir nur noch acht Tage, dass ich um sie klage". Das gewährten sie ihm. Aber am achten Tage kam das Volk zu Hauf und schrie mit Zorne "Warum verdirbst du dein Land um deiner Tochter willen? Denn wir müssen alle von dem Anhauch des Drachen sterben". Da sah der König, dass er seine Tochter nicht erretten mochte; und ließ ihr königliche Kleider anlegen, umarmte sie und sprach zu ihr mit Tränen "O weh liebe Tochter, ich gedachte königliche Kinder von deinem Schoße zu erziehen; nun wirst du von dem Drachen verschlungen. Ich dachte zu deiner Hochzeit edle Fürsten zu laden, das Schloß mit Perlen zu schmücken, Pauken und Trompeten zu hören; nun gehst du hin, dass dich der Drache essen soll". Und küßte sie und rief "O Tochter; ich wäre besser vor dir gestorben, denn dass ich dich also muss verlieren". Da fiel sie zu des Vaters Füßen nieder und bat um seinen Segen. Den gab er ihr unter Tränen, und sie machte sich auf zu dem See.
Da kam Sanct Georg von ungefähr dahergeritten, und da er sie weinen sah, fragte er, was ihr wäre. Sie antwortete "Guter Jüngling, steiget schnell auf euer Roß und fliehet, oder ihr werdet mit mir verderben". Sprach Georg "Fürchte dich nicht liebe Tochter, sondern sage mir, worauf du hier harrest unter den Augen alles des Volkes?" Sie antwortete "Herr, ich sehe, dass ihr edlen Herzens seid, aber begehrt euch, mit mir zu sterben? Fliehet eilends von hinnen". Sprach Georg "Ich werde nicht eher von diesem Orte kommen, bis du mir sagst, was dir sei". Da erzählte sie ihm alles. Er aber sprach "Liebe Tochter sei ohne Furcht, ich will dir helfen in dem Namen Christi". Sie sprach "Guter Ritter du willst nicht mit mir sterben, es ist genug, so ich untergehe; denn retten magst du mich nicht, sondern du wirst mit mir verderben". Da sie noch sprachen, siehe, so hob der Drache sein Haupt aus dem See. Die Jungfrau zitterte vor Schrecken und rief "Flieh, guter Herr, flieh so schnell du magst". Aber Georg sprang auf sein Roß, machte das Kreuz vor sich und ritt gegen den Drachen, der wider ihn kam; er schwang die Lanze mit großer Macht, befahl sich Gott, und traf den Drachen also schwer, daß er zu Boden stürzte.
Dann sprach er zu der Jungfrau "Nimm deinen Gürtel und wirf ihn dem Wurm um den Hals, und fürchte nichts". Sie tat es, und der Drache folgte ihr nach wie ein zahm Hündlein. Als sie ihn nun in die Stadt führte, erschrak das Volk und floh auf die Berge und in die Höhlen und sprach "Weh uns, nun sind wir alle verloren".
Da winkte ihnen Sanct Georg und rief "Fürchtet euch nicht, denn Gott der Herr hat mich zu euch gesandt, dass ich euch erlöse von diesem Drachen. Darum glaubet an Christum und empfanget die Taufe allesamt, so will ich diesen Drachen erschlagen".
Da ließ der König sich taufen und alles Volk mit ihm, und Sanct Georg zog sein Schwert und erschlug den Drachen. Darnach gebot er ihn aus der Stadt zu schaffen, und vier Paar Ochsen zogen ihn heraus vor die Stadt auf ein großes Feld. Es wurden aber an jenem Tage 20.000 Menschen getauft, die Weiber und Kinder nicht gerechnet.
Der König ließ der Jungfrau Maria zu Ehren und Sanct Georg eine schöne Kirche bauen, und auf dem Altar entsprang ein lebendiger Quell, der machte alle Kranken gesund, die daraus tranken. Sanct Georgen bot der König unermeßliche Schatze an, aber der wollte sie nicht nehmen, sondern ließ sie unter die Armen teilen. Darnach gab er dem König gute Lehre und sprach, er sollte vier Dinge halten: dass er die Kirche in seine Hut nehme, die Priester ehre, fleißig Messe höre und der Armen sei eingedenk. Darnach küßte er den König und ritt hinweg.«
Irgendwie kommt mir die vom Hl. Georg zur Mission angewandte Methode etwas erpresserisch vor… Aber immerhin hat sie gewirkt.

Montag, 22. April 2013

Den Gürtel enger schnallen

»Alle wollen den Gürtel enger schnallen, aber jeder fummelt am Gürtel des Nachbarn herum.«
(Norbert Blüm)

Samstag, 20. April 2013

Grundgebete: Credo

Das „Credo“ oder „große Glaubensbekenntnis“:
»Ich glaube an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht von Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tag auferstanden
nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
der Herr ist und uns lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten.

Und an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.

Amen.«

Freitag, 19. April 2013

Die Rückfahrkarte

Ein Kölner unternahm mit der Bahn eine Bahnreise nach Aachen. Der Fahrkartenkontrolleur kommt näher und der Fahrgast sucht nach seiner Fahrkarte. Da er sie nicht findet, flucht er vor sich hin: „Der Düwel weiß, wo ich ming Billjett han. Den Düwel ooch!“ Ein Priester sitzt im gleichen Abteil und ermahnt den Fahrgast: „Wenn sie so weiter fluchen, dann kommen sie nicht nach Aachen, sondern in die Hölle“, worauf der Kölner antwortet: „Dat eß mer ejaal. Ich han en Retourbilljett!“

Donnerstag, 18. April 2013

Ein Großteil der Übel in der Kirche kommt von der Unkenntnis der Glaubenslehre!

Der Hl. Papst Pius X empfahl der gesamten römischen Kirche im Jahre 1912 die Neuauflage des »Katechismus der katholischen Kirche der Diözese Rom«. In diesem Zusammenhang fiel auch der Satz, der den Titel dieses Beitrags bildet.

Wenn auch das Lehren vornehmste Aufgabe der Hirten ist, so werden hier in diesem Blog in loser Folge in Zukunft unter dem Label »Glaubenslehre« kurze Katechismus-Wahrheiten, Grundgebete, sonstige Gebete und Text etc. erscheinen. Auch wenn sicher viele Leser dieses Blogs die Texte als selbstverständlich und bekannt einstufen, so denke ich, daß genau davon eben heute nicht mehr auszugehen ist. Vielen Menschen und auch Christen sind im Laufe der Zeit manche Dinge abhanden gekommen.

Mittwoch, 17. April 2013

Grabstein-Weisheiten II

Hier ruht der Bäcker Knicker
Er selber war ein Dicker
Seine Semmeln desto kleiner
O Herr! Erbarm dich seiner!
(Grab in Nürnberg)

Montag, 15. April 2013

Hilfe im Dialogprozess

Ein großes und sehr wich­ti­ges An­lie­gen des um­strit­te­nen, kirch­li­chen Dia­log­pro­zes­ses ist ein „Dia­log auf Au­genhöhe“.
Die ers­ten Ge­spräche und de­ren Aus­wer­tung durch spe­zia­li­sier­te Fach­leu­te auf bei­den Sei­ten, ha­ben her­aus­ge­ar­bei­tet, daß durch ana­to­mi­sche In­di­vi­dua­litäten der ein­zel­nen Dia­log­part­ner, die durch­aus ernst ge­nom­men wer­den und nicht klein­ge­re­det oder ver­nachläßigt wer­den sol­len, ge­wis­sen Schwie­rig­kei­ten ent­ste­hen, die es zu über­win­den gilt.
Er­lauch­te Un­ter­neh­mens­be­ra­ter, an­er­kann­te Kar­tof­fel­gra­fik­s­pe­zia­lis­ten, geschätz­te Psy­cho­lo­gen und berühm­te So­zi­lo­gen, so­wie ein Stab aus fähi­gen Ent­wick­lern und bewähr­ten Kon­struk­teu­ren wur­den be­auf­tragt, Hilfs­mit­tel zu ent­wi­ckeln, die in Zu­kunft Pro­ble­me in die­sem Be­reich zu mi­ni­mie­ren hel­fen. Die vielfälti­gen Ein­ga­ben aus den ver­schie­de­nen Be­rei­chen, Grup­pen, Gre­mi­en und Verbänden führ­ten zu in­no­va­ti­ven Neu­ig­kei­ten:
Durch in­ves­ti­ga­ti­ven Ar­bei­ten ist es dem Be­trei­ber die­ses Blogs in­zwi­schen ge­lun­gen, in die letz­ten und – so wie es aus­sieht auch endgülti­gen – Ent­wurf­zeich­nun­gen Ein­blick zu neh­men. Die­se ent­stan­den am En­de der Fin­de­pha­se und wur­den von ei­nem re­no­mier­ten De­si­gner nach den ver­bind­li­chen Vor­ga­ben der hoch­karätig be­setz­ten Steue­rungs­grup­pe er­stellt.
Das Er­geb­nis kann sich durch­aus se­hen las­se: Es han­delt sich um ei­ne sty­li­sche Dia­log-Pro­zess­bril­le, mit der die Dia­log­part­ner wirk­lich auf Au­genhöhe spre­chen können.
Die schlich­te graue Bril­le im mo­der­nen Re­tro-De­sign ist mit vor­teil­haf­ten ro­sa Gläsern aus­ge­stat­tet.

Das er­in­nert gleich an den al­te Wer­bes­lo­gan: „Bril­le? – Leh­mann!“

Demut

»Seh' ich die Werke der Meister an,
So seh' ich das, was sie getan;
Betracht' ich meine Siebensachen,
Seh' ich, was ich hätt sollen machen.«
(J. W. v. Goethe)

Sonntag, 14. April 2013

Einfacher Salatdressing

Generell gilt, daß man Salatdressings normalerweise nicht jedesmal frisch zubereiten muß. Gut verschlossen kann man einen Salatdressing im Kühlschrank zwei bis drei Tage aufbewahren. Gerade in der Salatsaison, wenn häufiger Salat auf den Tisch kommt, lohnt es sich also eine größere Menge vorzubereiten.
Dieser klare Salatdressing ist eine einfacher Sache. Bei einer Salatmenge für 4 Personen benötigt man:
  • 4 EL Wasser
  • 1 EL Zitronensaft oder Essig
  • 1 TL Senf
  • 1 kleine Zwiebel oder Schalotte
  • 1 EL Rapsöl oder Olivenöl
  • etwas Schnittlauch und Petersilie
  • Salz, Pfeffer – Falls es zu sauer sein sollte noch etwas Zucker.
Alle Zutaten mit dem Schneebesen gut miteinander verrühren und mit Salz, Pfeffer und ggf. Zucker abschmecken. Durch die recht hohe Menge an Flüssigkeit im Verhältnis zum Öl hat der Dressing pro Person nur etwa 55 Kcal.

Guten Appetit.

FoKiKoKa

Im Rahmen des Dialogprozesses wurde von mehreren Stellen aus mehreren Quellen berichtet, daß es einige sprachliche Differenzen gab, die im Sinne eines offenen und gerechten Dialogs zu unakzeptablen Mißverständnissen führten, welche den Eindruck erweckten, als gäbe es schon auf sprachlicher Ebene Unterschiede zwischen den umstrittenen Vertretern der Kirchenleitung und dem gläubigen Volk.
Auf diese Problematik haben die Verantwortlichen auf höchster Ebene reagiert, und umgehend die Arbeitsgruppe „Kommunikationskultur- und Kommunikationsstrukturanalyse im kirchlichen Kontext des 21. Jh.“ (KoKokiKo2021) ins Leben gerufen. Diese Arbeitsgruppe legte nun den Formulierungshelfer für kirchliche Kommunikations Kanäle“ (FoKiKoKa) vor. Die Formulierungshilfe arbeitet auf einer dreigliedrigen Abstraktionsebene. Das Grundschema Nr. 1 stellt sich wie folgt da:

0: nachzonliare 0: Kommunikations-0: -problematik
1: experimentelle 1: Informations-1: -analyse
2: klerikale 2: Struktur-2: -politik
3: progressive 3: Programm-3: -strategie
4: aufgabengerechte 4: Personal-4: -manipulation
5: optimale 5: Gremien-5: -stagnation
6: pluralistische 6: Sach-6: -koordinierung
7: interpedendente 7: Zielgruppen-7: -planung
8: omnipotente 8: Rationalisierungs-8: -zwänge
9: gruppenspezifische 9: Entwicklungs-9: -orinetierung

In der Anwendung ist diese Schema einfach. Schon in der diskussionsvorbereitenden Phase können sich die Diskussionsteilnehmer die von ihnen besonders ins Auge gefaßten Themen leicht merken, indem sie sich eine dreistellige Zahl einprägen oder notieren. Wer z.B. über „gruppenspezifische Gremienanalyse“ sprechen möchte, merkt ich einfach die Zahl 951.
Aber auch ganze Diskussionsverläufe lassen sich so vorplanen oder auch während der Diskussion notieren. So ist jeder voll drin und dabei.
Ein ganzer Argumentationsstrang läßt sich so sehr einfach merken und kann dann in die Diskussion einfließen. So kann 001 → 621 + 972 einfach stehen für den Satz „Die nachkonziliare Kommunikationsproblematik erfordert pluralistische Strukturanalysen und gruppenspezifische Zielgruppenpolitik“. (Noch nie war Stenographie so einfach wie heute!)
Ziel dieses Schemas kann es für die Zukunft sein, daß die Diskussionsteilnehmer vermehrt nur noch per Zahlencodes kommunizieren. Auch Struturdiagramme, Ablaufpläne und vieles mehr lassen sich hervorragend mit Begriffen des „Grundschemas Nr. 1“ darstellen.

Aus der „Steuerungsgruppe für vertiefte Sachdiskussionen“ der Unterkommision Süd-Süd-West kam der Vorschlag für spezielle Themen ein ergänzendes Schema oder ein zweites Grundschema zu erarbeiten. Die Arbeitsgruppe KoKokiKo2021 nahm diesen Vorschlag dankend an und entwarf das Grundschema Nr. 2, das sich wie folgt darstellt:

0: konzentrierte 0: Führungs-0: -struktur
1: integrierte 1: Organisations-1: -flexibilität
2: permanente 2: Identifikations-2: -ebene
3: systematisierte 3: Kirchen-3: -tendenz
4: progressive 4: Koalitions-4: -programmierung
5: funktionelle 5: Modell-5: -konzeption
6: orientierte 6: Übergangs-6: -phase
7: synchrone 7: Wachstums-7: -potenz
8: qualifizierte 8: Aktions-8: -problematik
9: caritative 9: Interpretations-9: -kontingenz

Die Arbeitsgruppe KoKokiKo2021 rät dringend, daß sich die Teilnehmer durch 506 (gem. Grundschema Nr. 1) auf eines der beiden Schemata einigen, damit es nicht zu Kommunikationsproblemen kommt, die ja gerade durch die Einführung der ersten beiden Schemata ad experimentum vermieden werden sollen.

Unbestätigten Meldungen zufolge sind aufgrund der in drei Testgruppen mit phantastischem Erfolg durchgeführten Praxistests zwei Ergänzungsschemata in Arbeit. Ob, wie gerüchteweise zu vernehmen war, gar Umstrukturierung in ein 4-gliedriges System für dann 10.000 Zahlencodes geplant ist, liegt derzeit noch im Dunkeln.
Eins ist jedoch klar: Die nächste Runde des Dialogprozesses wird davon noch nicht beeinflußt sein, und die Teilnehmer können sich auf das dreigliedrige Schema verlassen. Die Erfahrungen aus dieser Dialogrunde werden aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in die weiteren Planungen einfließen.


(In Anlehung an einen Text im Buch:
Der Himmel und das Bodenpersonal)

Freitag, 12. April 2013

Warum gibt es Frauen? – Teil 3

Eine interessante Frage, die sich sicher schon so manchen mal gestellt hat.
Der Hl. Augustinus weiß einige Antworten. Hier ein Text aus der umstrittenen Schrift „De Genesi ad litteram 11,42,58-59“
»Wenn Adam bereits geistig war, wenn auch nur im Verstand, nicht leiblich, wie hätte er den Worten der Schlange glauben können, daß Gott ihnen deshalb den Genuß jener Baumfrucht verboten hat, weil er gewußt hat, daß sie, wenn sie davon aßen, künftig wie die Götter sein würden, da sie die Erkenntnis von Gut und Böse empfingen? Das würde doch bedeuten, daß der Schöpfer dieses große Gut seinem Geschöpf mißgönnt habe. Es wäre doch verwunderlich, wenn ein Mensch, mit vergeistigtem Verstand begabt, so etwas hätte glauben können. Soll man vielleicht sagen: weil der Mann das nicht glauben konnte, ist deshalb die Frau dazu ausersehen worden, da sie weniger Verstand hatte und vielleicht eher nach fleischlichem Sinn als nach geistigem Verstand lebte; was auch der Grund sei, weshalb ihr der Apostel (Paulus) das Bild Gottes nicht zuweist? Sagt er doch: „Der Mann braucht frelich nicht sein Haupt zu verschleiern, da er Bild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist des Mannes Abglanz“. Damit ist nicht gesagt, daß der Verstand des Weibes nicht dasselbe Bild erfassen könne, da es in jener Gnade, wie uns der Apostel sagt, weder Männliches noch Weibliches gibt, sondern der Sinn ist vielleicht der, daß die Frau, sobald sie Gott erkennt, noch nicht erfaßt, was sich ereignet, und es erst nach und nach unter der Führung und Ordnung des Mannes erfassen soll. Es ist nicht ohne Grund, wenn der Apostel sagt: „Denn zuerst wurde Adam erschaffen, danach Eva. Auch ließ nicht Adam sich überlisten, sondern die verführte Frau wurde zur Plichtverletzerin“, das heißt, daß erst durch sie auch der Mann das Gebot übertrat. Denn auch ihn nennt der Apostel einen Pflichtverletzer, wenn er sagt: „ ... in Ähnlichkeit mit der Pflichtverletzung des Adam, der das Vorbild des zukünftigen Adam ist“. Aber er verneint, daß Adam überlistet wurde. Adam erwidert auch nicht, als er befragt wird: Die Frau, die du mir begegeben, hat mich verführt, und ich aß, sondern: „Sie hat mir von dem Baum gegeben, und ich aß“, während sie sagt: „Die Schlange hat mich verführt“.«

Soll man etwa glauben, daß ein Mann von solcher Weisheit wie Salomon in der Tat von irgendeinem Nutzen des Götzenkultes überzeugt war? Aber er vermochte nicht der Liebe zu den Weibern zu widerstehen, die ihn zu diesem Greuel zog. Und so tat er etwas, von dem er wußte, daß es nicht getan werden durfte; tat es, um sich nicht seine todbringenden Genüsse zu verdüstern, in denen er sich verzehrte und versank. Genauso war es mit Adam auch. Nachdem er sah, wie die überlistete Frau vom verbotenen Baum gegessen hatte und sie ihm hiervon gab, damit sie zusammen äßen, da wollte er sie nicht betrüben. Er glaubte wohl, sie könnte ohne seinen Trost dahinschwinden, sie müßte, getrennt von seiner Geistseele, ganz und gar in einer solchen Zwietracht untergehen. Er war durchaus nicht von einer fleischlichen Begehrlichkeit besiegt, denn er empfand noch nicht den Widerstand des Gesetzes der Glieder gegen das Gesetz seines Verstandes, sondern er tat es aus einem gewissen freundschaftlichen Wohlwollen heraus; einem Wohlwollen, das nur zu oft dazu führt, daß Gott beleidigt wird aus Angst, aus einem Freund könne ein Feind werden. Erst der gerechte Ausgang des göttliches Machtspruches am Ende hat ihm gezeigt, was er nicht hätte tun sollen.

Donnerstag, 11. April 2013

Seelachs mit Paprika-Senf-Kruste

„Schlemmerfilet-Fertigware“ ist oft eine nicht so tolle Angelegenheit. Der Fisch sieht nicht selten nach gepresstem Formfisch aus und die „Schlemmer“-Auflage ist eine schleimige undefinierbare Masse, die nach allem Möglichen schmeckt, aber alles andere als lecker ist.
Es ist allerdings recht einfach, einen Fisch mit so einer leckeren Auflage selbst zuzubereiten.
  • Seelachsfilet (TK-Ware)
  • etwas Olivenöl
Seelachsfilet in eine mit Olivenöl ausgepinselte Auflaufform legen.
Eine Mischung machen aus:
  • 1 Paprikaschote, fein gewürfelten
  • 3 TL Senfkörner, frisch gemahlenen
  • 2 EL Olivenöl
  • würzen mit:
    • Korianderblätter, getrocknet
    • Oregano, getrocknet
    • Dill, getrocknet
    • Zitronenschalenabrieb
    • Saft einer halben Zitrone
    • Salz
    • Pfeffer
  • Soviel Paniermehl dazu geben, so daß die Gesamtmenge ausreichend ist, um dem Fisch zu bedecken
Die Masse locker über den Fisch verteilen und im Backofen bei 155°C Umluft ca. 30 Minuten garen.

Guten Appetit.

Mittwoch, 10. April 2013

Warum gibt es Frauen? – Teil 2

Eine umstrittene Frage, die sich sicher schon so manchen mal gestellt hat.
Der Hl. Augustinus weiß einige Antworten. Hier ein Text aus „De Genesi ad litteram 11,37,50“
»„Und zur Frau (Eva) sprach er (Gott): Vervielfältigen will ich deine Betrübnis und dein Seufzen vermehren. In Betrübnis sollst du Kinder gebären, und immer wieder wird es dich zu deinem Manne ziehen, und er wird über dich herrschen“. Auch diese an die Frau gerichteten Worte Gottes bieten dem Verständnis viel weniger Schwierigkeiten, wenn man sie in einem figürlichen und prophetischen Sinn versteht. Dennoch aber bezieht sich diese Strafe auch auf die Eigentlichkeit des Buchstabens, da das Weib ja noch nicht geboren hatte und Schmerz und Seufzen der Gebärerin nur aus jenem Leib des Todes dringen konnten, den sie erst durch die Übertretung des Gebotes empfangen hatte ... Wie in diesem Falle allerdings der Satz: „Und immer wieder wird es dich zu deinem Manne ziehen, und er wird über dich herrschen“, wörtlich aufzufassen wäre, müßte erst überlegt werden. Denn man kann ja kaum glauben, die Frau sei vor der Sünde anders erschaffen gewesen, so daß der Mann nicht über sie bestimmt und sie selbst sich nicht zu ihm hingezogen gefühlt hätte, um ihm zu dienen. Mit der erwähnten Herrschaft kann man also mit Recht diejenige bezeichnet sehen, die sich weniger aus einem Liebesverhältnis als vielmehr aus einer gewissen Verfassung (der Sündenverfallenheit) ergibt, so wie ja auch diejenige eigentliche Knechtschaft, innerhalb derer später Menschen für andere Menschen zu Sklaven wurden, ihren Ausgang offensichtlich von der Sündenstrafe genommen hat. Der Apostel (Paulus) sagt zwar: „Dienet einer dem andern durch Liebe“, aber niemals würde er sagen: Beherrschet einer den andern. Gewiß können sich Gatten untereinander durch Liebe dienen, aber der Frau erlaubt der Apostel nicht, über den Mann zu herrschen. Das Herrschen hat aber erst der Urteilsspruch Gottes dem Mann allein auferlegt, und den Ehemann zum Herrn zu haben, liegt ursprünglich nicht in der Natur der Frau, sondern sie hat es sich durch ihre Schuld verdient. Wird diese Ordnung trotzdem nicht beobachtet, wird die Natur nur um so mehr verdorben und die Schuld vermehrt.«

Dienstag, 9. April 2013

Leichte Frikadellen

Frikadellen bzw. Bouletten müssen nicht unbedingt eine fettige Angelegenheit sein. Grundlegend für die Frage des Fettgehalts ist die Auswahl des Fleisches. Grob über den Daumen gepeilt, kann man sagen, daß Schweinehack 35%, Lammhack 30%, Rinderhack 15% und Kalbshack 10% Fett haben. Sog. „Schabefleisch“ oder Tatar haben nur maximal 6% Fett. Das typische Halb-und-halb liegt also bei etwa 25% Fett.
Mischt man die üblichen angetrockneten Brötchen oder Paniermehl hinzu, so brät man kein Fett aus dem Hack heraus, sondern im Gegenteil: Das Brot hält nicht nur das Fett in der Boulette, sondern saugt auch noch Fett aus der Pfanne auf, wenn man sie in Öl ausbrät.
Im Folgenden wird daher auf diese Zutat verzichtet und statt dessen Magerquark untergemischt. Damit schafft man es, daß sich bis zu etwa 5% Fett noch aus den Frikadellen ausbrät. Ebenso wird auf das sonst übliche Ei verzichtet.
  • 500g Hackfleisch
  • 125g Magerquark
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 EL Senf
  • 1 TL Paprikapulver schaft
  • Salz, Pfeffer
  • evtl. noch Kräuter nach Geschmack
Alles miteinander vermischen und daraus Bouletten formen. Diese in einer beschichteten Pfanne nach Möglichkeit ohne Fett ausbraten.

Guten Appetit.

Montag, 8. April 2013

Warum gibt es Frauen? – Teil 1

Eine interessante Frage, die sich sicher schon so manchen mal gestellt hat.
Der umstrittene Kirchenvater Augustinus weiß einige Antworten. Hier ein Text aus „De Genesi ad litteram 9,5,9“
»Wenn die Frau dem Manne nicht zur Hilfeleistung, um Kinder hervorzubringen, gemacht worden ist, zu welcher Hilfe ist sie dann gemacht worden? Sollte sie zugleich mit ihm den Boden bestellen - was damals noch keine mühevolle Arbeit war, die eines Beistandes bedurfte -, dann wäre, selbst wenn es nötig gewesen wäre, eine männliche Hilfskraft besser gewesen. Das gleiche gilt auch, wenn man von ihr als Trostgeberin sprechen würde, in der Annahme, daß Adam seiner Einsamkeit überdrüssig geworden wäre. Ist es denn für ein Zusammenleben und Miteinandersprechen nicht zuträglicher, wenn zwei Freunde zusammenwohnen, als ein Mann und ein Weib? Wenn es nun bei einem solchen Zusammenleben nötig war, daß der eine befahl, der andre gehorchte, damit nicht entgegengesetzte Willen den Frieden der vereint Wohnenden störten, so hätte zur Aufrechterhaltung dessen sicher nicht die Ordnung gefehlt, die dem früher Erschaffenen das Befehlen, dem Späteren das Gehorchen zuteilte, zumal wenn der Spätere aus dem Früheren erschaffen worden ist, wie das bei der Frau der Fall war. Oder wollte einer sagen, es wäre für Gott nicht möglich gewesen, wenn er es gewollt hätte, aus der Rippe des Menschen nicht bloß ein Weib, sondern auch einen Mann zu machen? Ich finde also keine andre Hilfeleistung, für die dem Mann ein Weib erschaffen wurde, wenn nicht die, ihm Kinder zu gebären.«

Der Schafstall Christi

»Hoc tenet, ovile Christi esse catholicam ecclesiam.«
»Dies halte fest, daß der Schafstall Christi die katholische Kirche ist.«
(Augustinus: io. eu. tr., 45,5)

Sonntag, 7. April 2013

Zu große Kirchen?

In der umstrittenen Zeitschrift „Gottesdienst“ erschien 2005 (Nr. 13, 97-99) die „Vorabveröffentlichung der Ergänzung der "Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen", erarb. von der Arbeitsgruppe für kirchliche Architektur und sakrale Kunst (AKASK) der Liturgiekommission der DBK“. Dieser Text ist Im Internet abrufbar.
»Die Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz hat die Arbeitsgruppe für kirchliche Architektur und sakrale Kunst (AKASK) beauftragt, sich mit der Problematik zu großer Kirchen zu befassen und die „Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen“ hinsichtlich dieser Frage zu ergänzen.«
Grundsätzlich kann man fragen, was eigentlich unter der „Problematik zu großer Kirchen“ zu verstehen ist bzw. wie so etwas entstehen kann, wo doch Kirchengebäude für gewöhnlich nicht wachsen, sondern eine feste Größe haben. Das Papier gibt gleich zu Beginn wage Hinweise. Die Gründe, daß Kirchen als zu groß wahrgenommen würden, seien vielschichtig. Dennoch fällt der Arbeitsgruppe als konkret greifbarer Grund nur die rückgängigen Kirchenbesucherzahlen ein. Ein zweiter Grund definiert „zu groß“ im Sinne von „zu teuer in der Erhaltung“ um.
In beiden Fällen geht es um die Reaktion auf schrumpfende Gemeinden in denen entweder die Leute oder deren Geld nicht in die Kirche kommt. Natürlich soll eine Architektur- und Kunstgruppe wie der Schuster bei ihren Leisten bleiben. Der Fehler liegt also schon beim Auftraggeber, der Deutschen Bischofskonferenz. Das Problem sind nicht zu große Kirchen, sondern zu wenige aktive Gläubige. Es ist keine Frage der Architektur, sondern eine Frage der Evangelisierung. Leider liegt dies Thema bei der DBK brach. Also doktort man an Symptomen rum.
»An erster Stelle steht die Analyse der räumlichen Gegebenheiten und des Raumbedarfs der Gemeinde. Wenn die Kirche als zu groß empfunden wird, können sich folgende Fragen stellen:
  • Liegt es am Raum selbst, an seiner Größe?
  • Liegt es an der Qualität des Raumes und seiner Gestaltung?
  • Liegt es an der „Möblierung“ des Raumes?«
Nach einigen pastoralen Allgemeinplätzen gibt es konkrete Vorschläge, wie z.B.:
»Ein erster Schritt kann die Reduzierung der Bänke bzw. der Bestuhlung auf die Dimension einer Sonntagsmesse sein sowie eine sinnvolle Anordnung der verbleibenden Bänke bzw. Stühle. Licht bzw. Beleuchtung, Heizung und Beschallung sind dabei wichtige Gesichtspunkte. Ein positiver Effekt der Reduzierung können die dadurch entstehenden Freiräume sein. Sie ermöglichen eine neue Wahrnehmung des Raumes und unterstützen liturgische Handlungsabläufe wie Prozessionen, Umgänge (Kreuzweg), szenische Darstellungen, liturgischen Tanz.
Eine kleine Gruppe stehender Menschen kann einen großen Raum füllen, während leere Bänke oder Sitze immer den Eindruck von mangelnder Teilnahme erwecken. Bei großer Teilnehmerzahl wird man die Freiräume mit flexibler Bestuhlung ausfüllen können, für die ein Stuhlmagazin vorzusehen wäre.«
Auf liturgischen Quatsch, wie den Tanz will ich hier nicht eingehen. Es sind eben Architekten und keine Liturgen die dort schreiben. Wenn dann aber endlich Platz geschaffen ist dann kann es zu einer „Neudefinition des Feierraumes“ kommen wobei man auf „historische Vorbilder“ blicken kann. Aber auch „räumliche Veränderungen“ sind drin, wie die „Abtrennung von Raumteilen“ und „baulichen Veränderungen“.
Letztlich dreht sich alles darum, wie man durch Glaubens- und Gläubigenschwund leer gewordene Kirchen so umgestalten und funktional umdefinieren kann, daß der Eindruck von Fülle entsteht.
Das Gesamtmotto ist: Problemverwaltung statt Problemlösung, weil das eigentliche Problem, das freilich auf anderer Ebene liegt, gar nicht in den Blick genommen wird. Eine Architektur- und Kunstarbeitsgruppe ist für das Problem gar nicht zuständig. Dafür braucht man eine Arbeitsgruppe für die Neuevangelisierung und Mission.
Aber heute, 8 Jahre später, hat sich in dem Punkte immer noch nichts getan, obwohl das Problem immer größer wird.

Freitag, 5. April 2013

Offene Kirchen

Im Jahre 2002 erschien die 6. ergänzte Auflage der 1988 erstmals erschienen „Leitlinien für den Bau und die Ausgestaltung von gottesdienstlichen Räumen“ in Form einer Handreichung der umstrittenen Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz. Unter Nr. 7.1.6 findet sich mit der Überschrift „Sicherheitstechnik“ die grundsätzliche Befürwortung von offenen Kirchen:
»7.1.6 Sicherheitstechnik
Eine dauernde Absicherung gegen Vandalismus und Diebstahl steht im Widerspruch zu einer „offenen Kirche“. Eine tagsüber für jeden zugängliche Kirche ist für alle Kirchengemeinden eine Verpflichtung (vgl. CIC can. 937). Wo dies nicht möglich ist, sollte zumindest ein Raumteil der Kirche für Gebet, Meditation, Besichtigung und Information zur Verfügung stehen.
Die Installation mechanischer Sicherungen für einzelne Bildwerke oder eines elektronischen Sicherungssystems (z. B. für die Chorzone) ist auf jeden Fall gerechtfertigt, wenn dadurch die Kirche wenigstens zeitweise geöffnet werden kann.
Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass Außentüren einer Kirche mit ihren einzelnen Bauteilen (z.B. Türblätter, Verglasungen, Schlösser, Bänder) einbruchsicher konstruiert werden.«
Der angesprochene Kanon 937 des kirchlichen Gesetzbuches (CIC) lautet:
»Wenn kein schwerwiegender Grund dem entgegensteht, ist eine Kirche, in der die heiligste Eucharistie aufbewahrt wird, täglich wenigstens einige Stunden für die Gläubigen offenzuhalten, damit sie vor dem heiligsten Sakrament dem Gebet obliegen können.«
Es ist mit „geöffnet“ sicher nicht ein wenige Schritte breiter Glaskasten in Form eines Windfangs, in dem sich der Besucher wie der Fisch in einem Aquarium fühlt, oder ein durch Gitter abgetrenntes Gefängnis gemeint, sondern wirklich geöffnete Kirchen.
Es wäre schön, wenn diese Leitlinien endlich bei den Verantwortlichen in Pfarreien und sonstigen zuständigen Behörden ankämen.

Montag, 1. April 2013

Das Kreuz auf Golgotha

»Das Kreuz auf Golgotha kann dich nicht vom Bösen,
Wo es nicht auch in dir wird aufgericht't erlösen.«
(Angelus Silesius)

Grabstein-Weisheiten I

Er hat wohl 90 Jahr gelebt
und scharrte Manchen ein.
Wer andern eine Grube gräbt
fällt selbst hinein.
Für einen Totengräber

Da gingen ihnen die Augen auf

24 13Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. 14Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. 15Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. 16Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, sodass sie ihn nicht erkannten. 17Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen, 18und der eine von ihnen - er hieß Kleopas - antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? 19Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk. 20Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. 21Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. 22Aber nicht nur das: Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, 23fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. 24Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. 25Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. 26Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? 27Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. 28So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, 29aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. 30Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. 31Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr. 32Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss? 33Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt. 34Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. 35Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.
(Lk 24,13–35)