Dienstag, 27. August 2013

Hl. Monnica, Augustins Mutter

Heute, am 27. August, gedenkt die Kirche der Hl. Monnica, der Mutter des Augustinus, dessen morgen gedacht wird. Als Augustinus 33 Jahre alt war, starb seine Mutter im Alter von 56 Jahren (vgl. Conf. 9,11). Kurze Zeit vorher hatte er mit seiner Mutter in Ostia am Fenster gestanden und gesprochen. Er berichtet davon in seinen »Bekenntnisen«.
»Als aber der Tag nahte, an dem sie aus diesem Leben scheiden sollte - du kanntest diesen Tag, wir nicht -, da geschah es, wie ich glaube durch deine geheime Fügung, daß ich und sie an ein Fenster gelehnt standen, das eine Aussicht auf den Garten innerhalb des Hauses, das wir bewohnten, bot; dort in Ostia war es an der Tiber, wo wir fern vom Geräusche der Welt nach den Anstrengungen einer so langen Reise Kräfte für die Seefahrt sammelten. Wir unterhielten uns also allein in gar süßem Gespräche; "der Vergangenheit vergessend, streckten wir uns aus nach dem, was vor uns lag." In deiner Gegenwart, der du die Wahrheit bist, fragten wir uns, wie wohl das ewige Leben der Heiligen sein würde, das "kein Auge gesehen, kein Ohr gehört hat und das in keines Menschen Herz gekommen ist." Aber wir lechzten mit dem Munde unseres Geistes nach den himmlischen Wassern deines Quells, des "Lebensquells, der bei dir ist", um, von ihm nach unserm Fassungsvermögen geletzt, einen solch erhabenen Stoff allseitig betrachten zu können.

Als nun unsere Unterredung zu dem Resultate gelangt war, daß auch die höchste Lust, die uns durch die Sinne vermittelt wird und bei allem Glanze immer doch nur körperlich bleibt, neben der Lieblichkeit jenes Lebens keine Erwähnung, geschweige denn einen Vergleich verdient, da erhoben wir uns mit noch heißerer Sehnsucht zu "dem, was das Selbst" ist, und durchgingen die ganze Stufenleiter der ganzen Körperwelt und des Himmels, von dem Sonne, Mond und Sterne über die Erde herableuchten. Und immer weiter stiegen wir auf, in innerlicher Weise deine Werke bedenkend, bewundernd und besprechend, und so kamen wir schließlich zu unserm Geiste. Auch über ihn schritten wir hinaus, um in die Gegend unerschöpflicher Fruchtbarkeit zu gelangen, wo du ewig Israel weidest auf der Weide der Wahrheit, wo Leben gleich Wahrheit ist; durch sie besteht alles, das Vergangene und das Zukünftige, sie selbst aber wird nicht, sondern bleibt, wie sie war, und wird immer so bleiben. Oder richtiger: in ihr gibt es keine Vergangenheit und keine Zukunft, sondern nur Sein, weil sie ewig ist; denn Vergehen und Werden sind nicht ewig. Und während wir von ihr redeten und nach ihr verlangten, berührten wir sie leise in einem Augenblicke höchster Herzenserhebung; dann seufzten wir auf und ließen dort "die Erstlinge unseres Geistes" gefesselt zurück und kehrten wieder zur Erde zurück, zu Worten, die Anfang und Ende haben. Was aber gleicht deinem Worte, das uns gebietet und ohne zu altern in sich bleibt und alles erneut?

Wir sprachen also: Es schweige in einem Menschen der Sturm des Fleisches, es schweige jede Vorstellung von Land, Wasser und Luft, es schweige das Himmelsgewölbe, ja selbst die Seele in sich und, ihrer selbst vergessend, erhebe sie sich über sich, es schweige die Zunge und jegliches Zeichen, und alles, was entsteht und vorübergeht, schweige völlig; denn einem scharfhörigen Zuschauer würden all diese Dinge sagen: "Nicht wir haben uns selbst geschaffen, sondern der hat uns geschaffen, der da bleibt in Ewigkeit". Wenn sie also nach diesen Dingen verstummten, da sie ihr Ohr auf ihren Schöpfer gerichtet haben, und wenn nunmehr er allein spräche nicht durch sie, sondern durch sich selbst, so daß wir sein Wort nicht aus eines Menschen Zunge noch durch eines Engels Stimme noch im Donner der Wolke noch durch Rätsel und Gleichnis vernahmen, sondern ihn selbst, den wir in diesen Dingen lieben, ihn selbst vernähmen, gleichwie wir uns jetzt erhoben und in reißendem Gedankenfluge die ewige, unvergängliche Weisheit berührten; wenn endlich dieser Zustand anhielte und alle anderen Vorstellungen weit niederer Art verschwänden und nur diese eine den Schauenden hinrisse und in sich aufnähme und in innerlicher Wonne bärge, kurz daß dies ein Gleichnis des ewigen Lebens wäre wie jener Augenblick höchster Erkenntnis, nach dem wir geseufzt - wäre dies nicht der Zeitpunkt, von dem geschrieben steht: "Geh ein in die Freude deines Herrn"? Und wann wird dies sein? Etwa dann, wenn "wir alle auferstehen, aber nicht alle werden verwandelt werden?"

So sprach ich, und wenn auch nicht genau auf diese Weise und mit diesen Worten, so weißt du doch, o Herr, daß an jenem Tage, als unter solchen Gesprächen die Welt da vor uns mit all ihren Freuden jeden Reiz verlor, die Mutter sagte: "Mein Sohn, ich für meine Person werde an nichts mehr Freude empfinden. Was ich nun hier noch tun soll und warum ich hier bin, weiß ich nicht, da ich von dieser Zeitlichkeit nichts mehr erhoffe. Nur um dich vor meinem Tode als katholischen Christen zu sehen, wollte ich einzig und allein noch eine Zeitlang am Leben bleiben. Über mein Hoffen hinaus bat Gott mir meine Bitte erfüllt, da ich dich jetzt als seinen Knecht erblicke, der aller irdischen Glückseligkeit entsagt hat. Was tue ich nun noch hier?"«
(Confessiones 9,10
Übers. A. Hofmann.
BKV, 1. Reihe, Band 18)

Montag, 26. August 2013

Ich muß es tun

»Nicht:
Es muß etwas geschehen

sondern:
Ich muß etwas tun.«
(Hans Scholl)

Samstag, 24. August 2013

Gebote


Die zwei Gebote der Liebe lauten:
  1. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus deinem ganzen Gemüte und aus allen deinen Kräften.
  2. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!
  3. (Mk 12,30f.; Mt 22,38–40.)
Die zehn Gebote Gottes (Dekalog) lauten:
    Ich bin der Herr, dein Gott,
  1. Du sollst keine anderen Götter neben mit haben.
  2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.
  3. Du sollst den Sonntag heiligen.
  4. Du sollst Vater und Mutter ehren, auf daß es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden.
  5. Du sollst nicht töten.
  6. Du sollst nicht Unkeuschheit treiben.
  7. Du sollst nicht stehlen.
  8. Du sollst kein falsches Zeugnis geben, wider deines Nächsten.
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut.
Die fünf Kirchengebote lauten (lt. Kompendium des Katechismus der katholischen Kirche).
  1. Du sollst am Sonntag und an den anderen gebotenen Feiertagen an der Messe teilnehmen und keine Arbeiten und Tätigkeiten verrichten, welche die Heiligung dieser Tage gefährden
  2. Du sollst wenigstens einmal im Jahr die eigenen Sünden beichten und das Sakrament der Versöhnung empfangen.
  3. Du sollst wenigstens zu Ostern das Sakrament der Eucharistie empfangen.
  4. Du sollst die von der Kirche gebotenen Fast- und Abstinenztage halten.
  5. Du sollst im Rahmen der eigenen Möglichkeiten der Kirche in ihren materiellen Erfordernissen beistehen.
Die fünf Kirchengebote lauten (lt. Katechismus der katholischen Kirche).
  1. Du sollst an Sonn- und Feiertagen der heiligen Messe andächtig beiwohnen.
  2. Du sollst deine Sünden jährlich wenigstens einmal beichten.
  3. Du sollst wenigstens zur österlichen Zeit sowie in Todesgefahr die heilige Kommunion empfangen.
  4. Du sollst die gebotenen Feiertage halten.
  5. Du sollst die gebotenen Fasttage halten.
Die fünf Kirchengebote lauten (lt. Katechismus des hl. Papstes Pius X).
  1. Du sollst die gebotenen Feiertage halten.
  2. Du sollst an Sonn- und Feiertagen die heilige Messe mitfeiern.
  3. Du sollst die gebotenen Fast- und Abstinenztage halten.
  4. Du sollst jährlich wenigstens einmal deine Sünden beichten und die Eucharistie empfangen, und zwar in der Osterzeit.
  5. Du sollst zu verbotenen Zeiten keine feierliche Hochzeit halten.

Montag, 19. August 2013

Möglichkeiten

»Die Zukunft gehört denen, die die Möglichkeiten erkennen, bevor sie offensichtlich werden.«
(Oscar Wilde)

Donnerstag, 15. August 2013

Maria Himmelfahrt

  1. Maria, Mutter Jesu Christ * Alleluja! * zum Himmel aufgenommen ist. * Alleluja!
  2. Die Gottes Geist beschattet hat, * Alleluja! * blieb unversehrt durch seine Gnad'. * Alleluja!
  3. Ihr keuscher Leib, der Gott gebar, * Alleluja! * kein Raub für die Verwesung war. * Alleluja!
  4. Ihr Sohn der Tod und Grab besiegt, * Alleluja! * er läßt im Grab' die Mutter nicht. * Alleluja!
  5. „Die Mutter muß beim Sohne sein * Alleluja! * fliegt hin, fliegt hin, ihr Engelein!“. * Alleluja!
  6. Viel tausend Engel flogen hin * Alleluja! * und führten ihre Königin. * Alleluja!
  7. O große Freud', o Seligkeit * Alleluja! * Stimm ein, beglückte Christenheit. * Alleluja!
  8. Wir haben hoch im Himmelreich * Alleluja! * nun eine Mutter gnadenreich. * Alleluja!
  9. Im Himmel ist sie Königin * Alleluja! * auf Erden Schutz und Trösterin. * Alleluja!
  10. Gelobt sei die Dreifaltigkeit * Alleluja! * ein ein'ger Gott in Ewigkeit! * Alleluja!
(Sursum Corda [vor 1932] Nr. 256)

Dienstag, 13. August 2013

Die tägliche Feier der Heiligen Messe

Am 12. August 2013 veröffentlichte die Kleruskongregation nachfolgenden Text mit der Überschrift „Die tägliche Feier der Heiligen Messe auch in Abwesenheit von Gläubigen“.
»Wir wissen sehr wohl, dass es in letzter Zeit immer wieder Priester gibt, die das so genannte „Messe-Fasten“ einhalten, das darin besteht, werktags, ab und zu, manchmal sogar jede Woche, die heilige Messe nicht zu zelebrieren, sie somit auch den Gläubigen vorenthaltend. In manchen Fällen ist der Priester der Ansicht, vor allem wenn er nicht auch direkt mit Seelsorge beauftragt ist, dass das tägliche Feiern der Messe nicht notwendig sei, wenn er sie nicht für eine Gemeinschaft zelebrieren kann. Und dann gibt es auch diejenigen, die der Ansicht sind, dass auch sie, in der Zeit ihrer wohlverdienten Ferien, das Recht haben „nicht zu arbeiten“; deshalb unterbrechen sie das tägliche Zelebrieren der Eucharistie. Was soll man nun davon halten? Fassen wir die Antwort in zwei Punkten zusammen: die Lehren des Magisteriums einerseits und einige theologisch-spirituelle Betrachtungen andererseits.

1. Das Lehramt

Zweifelsohne finden wir in den Lehramts-Dokumenten keine Weisungen hinsichtlich einer zwingenden Pflicht des Priesters, täglich die heilige Messe zu zelebrieren; es ist jedoch ebenso offensichtlich, dass ihm dies nicht nur empfohlen, sondern auch nahegelegt wird. Lassen Sie mich einige Beispiele nennen. Der Kodex des Kanonischen Rechts von 1983 verweist, im Rahmen eines Kanons über die Pflicht der Priester des Strebens nach Heiligkeit, auf Folgendes: «Die Priester sind nachhaltig eingeladen, täglich das eucharistische Opfer darzubringen» (Kan. 276, § 2 n. 2). Auf die tägliche Feier der Eucharistie müssen sie bereits in der Zeit ihrer Ausbildung vorbereitet werden: «Die Feier der Eucharistie hat der Mittelpunkt des ganzen Seminarlebens zu sein, so dass die Alumnen täglich an der Liebe Christi Anteil haben und die geistliche Kraft für ihre apostolische Arbeit und für ihr geistliches Leben vor allem aus dieser reichen Quelle schöpfen.» (Kan. 246 § 1).

Auf diesen letzten Kanon Bezug nehmend, unterstreicht Johannes Paul II. Folgendes: «Es ist daher angemessen, dass die Seminaristen jeden Tag an der Eucharistiefeier teilnehmen, auf dass sie, im weiteren Verlauf des Lebens, die tägliche Feier der Eucharistie als Grundregel ihres Priesterlebens verinnerlichen. Ihre Ausbildung wird sie auch dazu führen, die Feier der Eucharistie als den grundlegendsten Moment ihres Tages zu erachten.» (vgl. Angelus, 01.07.1990, n. 3; kursiv von uns).

Im nachsynodalen Apostolischen Schreiben Sacramentum Caritatis von 2007, hat Benedikt XVI. vor allem daran erinnert, dass «Bischöfe, Priester und Diakone – jeder seinem Grad entsprechend – die Zelebration als ihre Hauptpflicht betrachten müssen.» (Nr. 39). Daraus hat der Heilige Vater die logische Folgerung gezogen:

«Die priesterliche Spiritualität ist von ihrem inneren Wesen her eucharistisch. [...]Den Priestern empfehle ich deshalb „die tägliche Feier der heiligen Messe, auch wenn keine Gläubigen teilnehmen” (Propositio 38 Bischofssynode). Diese Empfehlung steht zunächst in Einklang mit dem objektiv unendlichen Wert jeder Eucharistiefeier und hat überdies seinen Beweggrund in ihrer einzigartigen geistlichen Wirkkraft, denn wenn die heilige Messe mit Aufmerksamkeit und Glauben erlebt wird, ist sie formend im tiefsten Sinn des Wortes, da sie die Gleichgestaltung mit Christus fördert und den Priester in seiner Berufung stärkt.» (Nr. 80)

Als Nachfolger dieser und weiterer Lehren besagt das Direktorium für Dienst und Leben der Priester, - 2013 von der Kongregation für den Klerus neu herausgegeben - unter Nr. 50, bezüglich der „Mittel für das spirituelle Leben“ der Priester: «Daher ist es für den Priester notwendig, sein Gebetsleben dermaßen zu gestalten, dass es folgendes umfasst: die tägliche Eucharistiefeier mit geeigneter Vorbereitung und anschließender Danksagung» .
Diese und weitere Lehren des neueren Magisteriums wurzeln selbstverständlich in den Weisungen des Zweiten Vatikanischen Konzils, das unter Nr.13 des Dekrets Presbyterorum Ordinis besagt:
«Im Mysterium des eucharistischen Opfers, dessen Darbringung die vornehmliche Aufgabe des Priesters ist, wird beständig das Werk unserer Erlösung vollzogen; darum wird seine tägliche Feier dringend empfohlen; sie ist auch dann, wenn keine Gläubigen dabei sein können, ein Akt Christi und der Kirche».

2. Die wichtigsten Gründe

Allein der Verweis auf diese Weisungen des Lehramtes sollte ausreichen um alle Priester zur täglichen Feier der heiligen Messe zu veranlassen, unabhängig davon ob Gläubige anwesend sind oder nicht. So kurz gefasst wie möglich möchten wir jedoch auch die wichtigsten theologisch-spirituellen Gründe darlegen, die diesbezüglich den Weisungen der Kirche zugrunde liegen. In knappen Verweisen sei Folgendes gesagt.

a) Privilegiertes Instrument zur Heiligkeit des Priesters. Die heilige Messe ist „Quelle und Krönung“ des ganzen priesterlichen Lebens: aus ihr schöpft der Priester die übernatürliche Kraft und nährt den Geist des Glaubens desjenigen, der ihn braucht um sich Christus gleichgestalten zu können und um ihm würdig zu dienen. Wie die Manna, die während der Flucht aus Ägypten jeden Tag gesammelt werden musste, so muss auch der Priester jeden Tag an der Quelle der Gnade trinken, dem Opfer auf dem Golgatha, das sich in jeder heiligen Messe sakramental erneuert. Diese tägliche Feier zu unterlassen - außer im Falle tatsächlicher Unmöglichkeit - bedeutet, sich der wichtigsten Nahrung zu entziehen, die zur eigenen Heiligung und für den apostolischen Dienst in der Kirche erforderlich ist. Es bedeutet auch, das Risiko einer Art spirituellen Pelagianismus zu laufen, der eher auf die Kraft des Menschen setzt als auf die Gnade des Herrn.

b) Wichtigste Pflicht des Priesters, seine Identität kennzeichnend. Es ist ja vor allem die Feier der Eucharistie, die den Priester als solchen kennzeichnet; dies bestätigt sich durch die Tatsache, dass dieser Kirchendienst, dass die Eucharistie als solche, in Christi Handeln während des Letzten Abendmahls gründet. Die heilige Messe zu feiern ist nicht die einzige Aufgabe des Priesters, aber es ist die wichtigste. Daran erinnert ja gerade auch Presbyterorum Ordinis: im Darbringen der Eucharistie „üben die Priester ihre bedeutendste Funktion aus.“ Diese Lehre wird 1992 von Johannes Paul II. in Pastores Dabo Vobis aufgegriffen: «In ihrer Berufung zum Dienst am Heiligen sind die Priester also vor allem Diener beim Messopfer» (Nr. 48).

c) Vollkommenste Handlung pastoraler Liebe. Es gibt keine bedeutenderes Handeln in Nächstenliebe, das der Priester zu Gunsten der Gläubigen ausführen könnte, das größer wäre oder mehr Bedeutung hätte als die heilige Messe. Das Zweite Vatikanische Konzil erinnert mit folgenden Worten daran: «Mit der Eucharistie stehen die übrigen Sakramente im Zusammenhang; auf die Eucharistie sind sie hingeordnet; das gilt auch für die anderen kirchlichen Dienste und für die Apostolatswerke. Die Heiligste Eucharistie enthält ja das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen Fülle, Christus selbst, [...].Darum zeigt sich die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt aller Evangelisation» (Presbyterorum Ordinis, Nr. 5).

d) Seelenamt für Verstorbene. Die pastorale Liebe, die im allgemeinen nur die gläubigen viatores zu erreichen vermag, geht in der heiligen Messe über die Grenzen von Zeit und Raum hinaus. In persona Christi zelebrierend, erfüllt der Priester eine Aufgabe, die über die Wirkungsdimension der menschlichen Geste hinausgeht, die ja auf ihre Zeit, ihren Raum und auf die Geschichte ihrer Auswirkung beschränkt ist. Er geht über die Grenzen des menschlich Erreichbaren hinaus. Dies gilt insbesondere für den Wert des Verdienstes Christi, der sich in der heiligen Messe erneut dem Vater hingibt, sich für uns und für Viele opfernd. Zu den „Vielen“ für die sich Christus einmalig auf dem Kreuz geopfert hat und für die er sich auf dem Golgatha der Altäre unserer Kirchen opfert, gehören auch die verstorbenen Gläubigen, die danach streben in die göttliche Ewigkeit einzugehen. Seit jeher betet die Kirche während der Liturgie auch für sie, wie das Erwähnen der Verstorbenen in den eucharistischen Gebeten beweist. «Schon seit frühester Zeit hat die Kirche das Andenken an die Verstorbenen in Ehre gehalten und für sie Fürbitten und insbesondere das eucharistische Opfer dargebracht, damit sie geläutert werden und zur beseligenden Gottesschau gelangen können.» (Katechismus der Katholischen Kirche, n. 1032).«

Montag, 12. August 2013

Mach mal!

»Mach das Beste aus dir.
Etwas Besseres kannst du nicht tun.«
(Ralph Waldo Emerson)

Samstag, 10. August 2013

Gaben des heiligen Geistes

Es gibt sieben Gaben des Hl. Geistes.
  1. Weisheit
  2. Einsicht
  3. Rat
  4. Stärke
  5. Erkenntnis
  6. Frömmigkeit
  7. Gottesfurcht

Freitag, 9. August 2013

Grabstein-Weisheiten X

In diesem Grab ruht Anichs Peter.
Seine Frau begrub man sehr viel später.
Man hat sie neben ihm begraben.
Wird er die ewige Ruh nun haben?
(Grab in Salzburg)

Mittwoch, 7. August 2013

Joseph muß warten

Mit Datum vom 1. Mai (Gedenktag Joseph der Arbeiter) hat die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung das Dekret „Paternas vices“ erlassen.
Gemäß dieses Dekrets soll der Hl. Joseph jeweils auch in den Hochgebeten II, III und IV der „editio typica tertia“ (also der dritten Auflage des Meßbuchs) nach dem Namen der Gottesmutter genannt werden.
Die entsprechenden einzufügenden Texte liefert die Kongregation neben den im Dekret selbst in lateinischen Fassung genannten in der Anlage in deutscher Übersetzung mit:
Eucharistisches Hochgebet II:
"mit der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria, dem seligen Joseph, ihrem Bräutigam, mit deinen Aposteln...";

Eucharistisches Hochgebet III:
"mit der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, mit dem seligen Joseph, ihrem Bräutigam, mit deinen heiligen Aposteln...";

Eucharistisches Hochgebet IV:
"mit der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria, mit dem seligen Joseph, ihrem Bräutigam, mit deinen Aposteln...".
Diese dritte Auflage gibt es bekanntlich in Latein seit dem Jahre 2000. Eine deutsche Übersetzung haben die Verantwortlichen im deutschsprachigen Raum nach nunmehr 13 Jahren noch immer nicht fertig. Dies hat nun zur Folge, daß der Hl. Joseph in der deutschen Version nicht genannt wird, weil immer noch mit der umstrittenen Übersetzung der zweiten Auflage zelebriert wird, sich das Dekret jedoch auf die dritte Auflage bezieht.
Im kirchlichen Amtsblatt für Paderborn liest es sich dann so:
…Die Einfügung gilt ab sofort und geschieht in folgender Weise:

– im Hochgebet II: „ut cum beáta Dei Genetríce Vírgine María, beáto Ioseph, eius Sponso, beátis Apóstolis“,
– im Hochgebet III: „cum beatíssima Vírgine, Dei Genetríce, María, cum beáto Ioseph, eius Sponso, cum beátis Apóstolis“,
– im Hochgebet IV: „cum beáta Vírgine, Dei Genetríce, María, cum beáto Ioseph, eius Sponso, cum Apóstolis“.

Hinsichtlich der Einfügung des hl. Josef in die deutschsprachigen Hochgebete bleibt die auf dem Missale Romanum, editio typica tertia, basierende Herausgabe des neuen deutschen Messbuchs abzuwarten.
(Aus dem kirchliches Amtsblatt für die Erzdiözese
Paderborn, Stück 7, 2013, Seite 111, Nr. 103)

Sollte ein Priester also auf die Idee kommen, auf Latein zu zelebrieren, so ist der Hl. Joseph im Hochgebet (II, III oder IV) zu nennen; wird jedoch auf Deutsch zelebriert, so darf er nicht genannt werden.
Für die Zelebration auf Deutsch empfiehlt es sich also, das Hochgebet I (Canon Romanus) zu nehmen, da dort der Hl. Josef seit der entsprechenden Ergänzung im Jahre 1962 durch Papst Johannes XXIII genannt wird.

Montag, 5. August 2013

Donnerstag, 1. August 2013

Der Gewissenhafte

Gebet eines gewissenhaften Wissenschaftlers
»Großer Gott, bring doch entgegen,
meiner Theorie den Segen,
damit nicht später die Tatsachen
mich als Lügner kenntlich machen.«
(Aus: Kabinett physikalischer Raritäten, S.115.)