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Mittwoch, 17. Juni 2015

Das Konzil umsetzen X

Aus dem De­kret über die Mis­sions­tä­tig­keit der Kir­che »Ad gen­tes« Nr. 13:
»Übe­r­all, wo Gott ei­ne Tür für das Wort auf­tut, das Ge­heim­nis Chri­sti zu ver­kün­den, da muß al­len Men­schen mit Frei­mut und Fe­stig­keit der le­ben­di­ge Gott ver­kün­det wer­den und der, den er zum Heil al­ler ge­sandt hat, Je­sus Chri­stus, auf daß die Nicht­chri­sten glaubend, mit ei­nem Her­zen, das ihn­en der Hei­li­ge Geist ge­öff­net hat, sich frei zum Herrn be­keh­ren und ihm auf­rich­tig an­han­gen, da er als „der Weg, die Wahr­heit und das Le­ben“ (Joh 14,6) all ihr geistli­ches Seh­nen er­füllt, ja es un­end­lich über­ragt.

Die­se Be­keh­rung muß man gewiß not­wen­dig als an­fang­haft auf­fas­sen, aber doch als aus­rei­chend, da­mit der Mensch ver­stehe, daß er, der Sün­de ent­ris­sen, in das Ge­heim­nis der Liebe Got­tes ein­ge­führt wer­de, der ihn zu sei­ner per­sönli­chen Ge­mein­schaft in Chri­stus ruft; denn un­ter dem Ein­fluß der Gna­de be­ginnt der Neu­be­kehr­te sei­nen geistli­chen Weg, auf dem er, durch den Glau­ben schon mit dem Ge­heim­nis des To­des und der Auf­er­steh­ung ver­bun­den, vom al­ten Men­schen hin­über­schrei­tet zum neu­en Men­schen, der in Chri­stus voll­endet ist. Die­ser Über­gang bringt ei­nen fort­schrei­ten­den Wan­del sei­nes Em­pfin­dens und Ver­hal­tens mit sich; er muß sich in sei­nen sozia­len Aus­wir­kun­gen kund­tun und sich wäh­rend des Ka­te­chu­me­na­tes lang­sam ent­wick­eln. Da der Herr, dem er glaubt, ein Zei­chen des Wi­der­spruchs ist, muß der Neu­be­kehr­te oft Bruch und Tren­nung er­le­ben, aber auch Freu­den, die Gott nicht nach Maß aus­teilt.

Die Kir­che ver­bie­tet streng, daß je­mand zur An­nah­me des Glau­bens gezwun­gen oder durch un­ge­hö­rige Mit­tel be­ein­flußt oder an­ge­lockt wer­de, wie sie um­ge­kehrt auch mit Nach­druck für das Recht ein­tritt, daß nie­mand durch üble Druck­mit­tel vom Glau­ben abge­hal­ten werde.

Nach ur­al­tem kirch­li­chem Brauch sol­len die Mo­tive der Be­keh­rung er­kun­det und wenn nö­tig ge­rei­nigt wer­den.«