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Donnerstag, 5. Februar 2015

Wie Arsch auf Eimer

Symbolbild
Wie na­he­zu je­des Jahr am drit­ten Fe­bru­ar, so ha­be ich mich auch in die­sem Jahr wie­der auf den Weg nach Bal­ve ge­macht, um in der dor­ti­gen Pfarr­kir­che das Pa­tro­nats­fest zu Eh­ren des Hei­li­gen Bi­schof und Mär­ty­rers Bla­si­us zu fei­ern.
Seit ei­ni­gen Jah­ren be­fin­det sich auch die­se Ge­mein­de durch die Grün­dung von Pfarr­ver­bund und da­mit ver­bun­de­ne Zu­sam­men­le­gung von Ge­mein­den im Um­bruch. Den­noch fin­det je­des Jahr mit we­ni­gen Ver­ände­run­gen das Pa­tro­nats­fest am drit­ten Fe­bru­ar, das ver­bun­den ist mit der ewi­gen An­be­tung, statt.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Zwischen Taten und Worte

Am Sams­tag hat Erz­bi­schof Hans-Jo­sef in der Vor­abend­mes­se, die als Pon­ti­fi­kal­amt ge­fei­ert wur­de, die ewi­ge An­be­tung im Erz­bis­tum er­öff­net. Da­rüber be­rich­tet auch die In­ter­netsei­te des Erz­bis­tums so­wie die Lo­kal­pres­se in ih­ren Print­aus­ga­ben.
Die ewi­ge An­be­tung be­ginnt am ers­ten Ad­vent im Ho­hen Dom und setzt sich über da Jahr durch die ver­schie­de­nen Ge­mein­den fort. Im Ide­al soll so ei­ne un­un­ter­bro­che­ne Ket­te der ewi­gen An­be­tung ent­ste­hen. In den meis­ten Ge­mein­den wird sich al­ler­dings nicht 24 Stun­den lang ge­hal­ten, son­dern auf oft nur sehr we­ni­ge Stun­den ver­kürzt.
In dem Ar­ti­kel auf den In­ter­netsei­ten ist zu le­sen, was der Bi­schof in der Mes­se sag­te:
»Der Ad­vent und da­mit die Ad­vent­s­zeit be­gin­ne nur noch in den Kir­chen am ers­ten Ad­vent, außer­halb der Kir­chen sei er schon längst in vol­lem Gan­ge.«
Rein vom li­tur­gi­schen Ge­sche­hen hat er da­mit voll­kom­men Recht. In der Li­tur­gie be­ginnt der Ad­vent erst mit dem ers­ten Ad­vent. Aber Kir­che ist doch mehr als die Li­tur­gie.
»Der Ad­vent wol­le „die be­sinn­lichs­te Zeit im Jahr“ sein, aber nur all­zu leicht ge­ra­te die Be­sinn­lich­keit zur vor­der­grün­di­gen Sinn­lich­keit: „An­statt uns zu sam­meln, ver­flüchti­gen wir uns zwi­schen süßen Glüh­wein- und Ho­nig­düf­ten und ma­chen mit bun­ten Lich­tern auch die stills­te Nacht zum ner­vös flir­ren­den Tag.“«
Ich fra­ge mich, ob Erz­bi­schof Hans-Jo­sef mit ge­schlos­se­nen Au­gen zum Dom ge­gan­gen ist. Über den Markt auf dem Dom­platz hat­te ich ja schon ei­ne Be­mer­kung ge­schrie­ben. Ich fra­ge mich aber ins­be­son­de­re, ob er da mal Rich­tung Dom­turm ge­guckt hat? Ist ihm nicht auf­ge­fal­len, daß der der Dom­tum eben­falls seit dem Mon­tag vor dem ers­ten Ad­vent in »bun­ten Li­chern« il­lu­mi­niert ist?
Die Kir­che, hier ex­em­pla­risch in Ge­stalt der Ver­ant­wor­li­chen für den Dom, macht al­so teils in ers­ter Rei­he mit, wenn es dar­um geht, mit »bun­ten Li­chern« ei­ne »vor­der­grün­di­ge Sinn­lich­keit« zu pro­vo­zie­ren – und das schon vor dem er­sten Ad­vent.
Wer die Ver­an­stal­tungs­hin­wei­se der Wo­chen vor dem ers­ten Ad­vent ver­folgt hat, der wird auch fest­ge­stellt ha­ben, daß in ei­ni­gen Pfar­rei­en und Ein­rich­tun­gen schon vor dem Ad­vent zum Bei­spiel Ad­vents­ba­sa­re und ähn­li­ches statt­ge­fun­den ha­ben. Auch ei­ni­ge der kirch­li­chen Ein­rich­tun­gen, Ver­bän­de und Grup­pen, wol­len näm­lich et­was vom „Ku­chen ab­be­kom­men“, das heißt von dem Geld, das die Kun­den vor Weih­nacht los wer­den wol­len.
Wenn die Kir­che mehr ist als ih­re Li­tur­gie, dann ist die The­se, daß in der Kir­che die Ad­vent­s­zeit erst mit dem ers­ten Ad­vent be­ginnt schwer zu hal­ten.