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Dienstag, 28. Juli 2015

Am Hochaltar

Gast­bei­trag von Hömbergs Theo.
Symbolbild
Tach auch!
Wie iſſet? Muß ja, woll?
Jau, dat war ja jetzt wie­der ein Wet­ter letz­ten Mo­nat. Ich hab ja tage­lang hin­ter der Scheu­ne im Schat­ten ge­ſeſſen. Zink­wan­ne raus­ge­holt und voll mit Waſ­ſer direkt von­ne Pum­pe ge­macht und Füße rein.
Es war ja ſo heiß, daß man gar nicht auſſem Haus raus wol­lte. Aber am Sonn­tag mußte ich ja doch inne Meſ­ſe und da hab ich mir je­dacht, ich gehe innen Nach­bar­ort. Die ham die Meſ­ſe immer ſchon um 7:00 Uhr am Mor­gen. Und ſtellt Euch ma vor, da fei­ert der Pa­ſtör doch die Meſ­ſe am Hoch­al­tar. Das ha­be ich ja ſeit Jahr­zehn­ten nich mehr er­lebt. Ich frach hin­ter­her mei­nen Kol­le­gen He­ri­bert, wat dat nun wie­der für ein Kropp­zeuch is. Der wuß­te aber auch nix und dann bin ich nach de Meſ­ſe hin zum Pa­ſtör und hab je­fracht.
„Herr Pa­ſtor“, hab ich ge­ſacht, „wa­rum zei­gen Sie uns denn immer den Rücken?“
Da ſacht der mir doch glatt: „Ich kann die lee­ren Bän­ke nicht mehr ſe­hen. Se­hen Sie zu, daß die Bän­ke voll ſind, dann dre­he ich mich auch wieder um.“
Ja ſo­wat hab ich ja noch nie je­hört. Was bil­det der ſich denn ein? So viel wert legt ja nun wirk­lich doch kei­ner drauf, das Ge­sicht vom Pa­stör im­mer zu ſehen. – Ach hör mir doch auf.
Ach­ja, ne Bau­ern­weiſheit hab ich noch für Euch:
Zeigt der Pastor dir den Rücken
Sollste jubeln vor Entzücken.
In die­ſem Sin­ne: Gut gehn!

Euer Theo.

Montag, 25. Mai 2015

Ein Pfingsterlebnis

Gast­bei­trag von Hömbergs Theo.
Symbolbild
Tach auch!
Wie iſſet? Muß ja, woll?
Jau, jetzt war ja wie­der Pfing­ſten. Lan­ges Wo­chen­en­de mit Wo­chen­an­fang und zwei­mal in­ne Meſ­ſe. Wir ha­ben ja die­ſet Jahr je­ſacht, daß wir mal wech fah­ren. Ich hab mei­nen Schwa­ger, al­ſo den Bru­der von mei­ne Frau der Käthe an­je­ru­fen und je­schat: „Paß mal op Hei­ni, wir kom­men zu Pfingſten.“
Der hat auch gleich je­ſacht, daß das al­les in Ord­nung geht. Der hat auf ſei­nem Hof ein paar Gä­ſte­zim­mer. Ja sind wa al­ſo ſonn­tags nach'm Hoch­am­te loſ­ge­ju­ckelt und wa­ren dann pünk­lich zum Kaf­fee beim Hei­ni auf'm Hof.
Und was ſoll ich euch ſa­gen? Da hör'n wa doch: Die ha­ben da gar kei­ne Meſ­ſe am Pfingſt­mon­tag. Nix. Ma­chen da so einen öko­man­ni­schen Got­tes­dienſt oder wie das heißt. Ich hab ja gleich zur Käthe je­ſacht: „Wat ein Kropp­zeuch.“
Da hing ja faſt der Haus­ſe­gen ſchief. Mei­ne Käthe woll­te doch mal was Neu­es er­le­ben und ich ſol­le mich nicht ſo an­ſtel­len und über­haupt, was ich denn hätte. Der Pa­ſtor wär ſchließ­lich ja auch da­bei.
Jau, das ist mir der Rich­ti­ge. Die­ſen Paſtör den kann­ſte echt in­ne Pfei­fe rau­chen. – Ach hör mir doch auf.
Ich bin dann mor­gens al­lei­ne ne hal­be Stun­de in die näch­ste Stadt je­fah­ren, wo es ne Meſ­ſe gab. Mit­tags war ich zurück. Mei­ne Frau rann­te mir ſchon ent­ge­gen: „Theo“, ruft ſe, „das war ja gar nix heu­te mor­gen. Ach wäre ich doch nur mit Dir ge­fah­ren. Das war ja ſchlim­mer als Wort-Gottes-Fei­ern mit un­ſe­rer Ge­mei­ne­re­fe­ren­tin Schul­ze-Neuſchmidt.“
Sachte ich es euch ſchon? Ich lie­be es, wenn ich Recht be­hal­te!

Ach­ja, ne Bau­ern­weiſheit hab ich noch für Euch:
Ist's an Os­tern schön und warm,
kommt die Ba­ga­ge und frißt Dich arm.
Ist's an Pfings­ten schön und hei­ter,
kom­men se wie­der - und fres­sen wei­ter!
In die­ſem Sin­ne: Gut gehn!

Eu­er Theo.

Sonntag, 4. Januar 2015

Dunkelzeichen

Gast­bei­trag von Hömbergs Theo.
Symbolbild
Tach auch!
Wie iſſet? Muß ja, woll?
Jau, jetzt gibt es, dat habt ihr ſicher ſchon al­le ge­hört, ja die­ſes Peg­gi-Dings, die­ſes Pe­gi­da. In Köln, wo je­der Jeck ganz an­ders is, heißen auch ganz an­ders. Da heißen ſie Kögi­da. Die ma­chen da im­mer den An­fang vom Stadt­na­men vor­ne vor das -Gi­da. In Riet­berg ne­nen ſe ſich wahrſchein­lich ganz ri­gi­de Ri­gi­da. – Ach hör mir doch auf.
Alſo in Köln, wol­len die ei­nen Tag vor Drei­könig durch die Stadt ge­hen und da hat man sich am Dom ge­dacht: Wir ma­chen ein­fach mal das Licht aus. Licht aus, Klap­pe zu, Af­fe tot.
Ich hab das auch gleich mit mei­ner Frau, der Kä­the beſpro­chen und auch heu­te am Stamm­tiſch wa­ren wir uns ei­nig, daß wir da mit­ma­chen. Im­mer wenn uns was nicht ge­fällt: Licht aus.
Alſo wenn die Zeu­gen Je­ho­wats bei uns klin­gel, ſchnell zum Schal­ter und „Klack“ geht das Licht an der Bio­gas­an­la­ge aus.
Unſer Kü­ſter, der Wer­ner, hat ſchon je­ſacht, wenn die Ge­mei­ne­re­fe­ren­tin, die Schul­ze-Neuſchmidt in der Kir­che wie­der mit ſo ei­nem Wort-Got­tes-Din­gens an­fan­gen will: Licht aus.
Und auch wenn unſer Pastörken wie­der in der Pre­digt… Ne, ich glau­be, tat traut ſich Wer­ner dann doch nicht.
Wir ſet­zen je­den­falls jetzt auch Licht­zei­chen, oder beſ­ſer je­sacht: Dun­kel­zei­chen. Das wird nen Spaß.

Ach­ja, ne Bau­ern­weiſheit hab ich noch für Euch:
Von Weih­nach­ten bis zum Dreikönigs­tag
aufs Wet­ter man wohl gu­cken mag,
denn wie das Wet­ter sich da verhält,
so ist es für neu­en Mo­na­te be­stellt.
Alſo dann: Gut gehn!

Eu­er Theo.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Frohes Neues!

Gastbeitrag von Hömbergs Theo.
Symbolbild
Tach auch, oder beſſer gu­ten Mor­gen.
Wie iſſet? Muß ja, woll?
Jau, jetzt hat man mir ge­ſacht, ich ſoll da wat zum nig­gen Johr ſa­gen. Ich ſach ja an­fangs vom Jahr im­mer: wenn's nicht schlim­mer wird, iſſet gut. Is' doch ſo, woll?
Alſo, nun kann's kom­men, das neue Jahr, wenn die Haſel­nüſſe nicht wieder so klein wer­den wie let­ztes Jahr und der Wei­zen wie­der so gut wird, dann ſind es ja gu­te Ausſich­ten. War­ten wa ma was da kommt. Das Klima soll ja auch wieder mehr Wan­del machen. Die­ſes Jahr, das haben die ganz Schlau­en ja raus­ge­funden, war es zu warm. Im Durch­ſchnitt war es über 10 Grad warm. Setz dich mal bei 10 Grad nackt in­nen Gar­ten. Dann weißte was die Me­teo­ro­lo­gie unter warm ver­ſteht. – Hör mir auf mit de Wiſſen­ſchaft…

Achja, ne Bauernweiſheit hab ich noch für Euch:
Isset Neujahrsnacht still und klar,
dann kriegen wa auch ein jutes Jahr.
In die­ſem Sin­ne: Gut gehn!

Euer Theo.