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Dienstag, 3. Februar 2015

S. Blasio pro Civitate Balvensi

Symbolbild
In dem Buch „Bal­ve. Buch vom Sein und Wer­den der Stadt“ aus dem Jah­re 1930 fin­det man das ältes­te über­lie­fer­te Bla­si­us-Lied der Pfarr­kir­che St. Bla­si­us in Bal­ve ab­ge­druckt. Es trägt den la­tei­ni­schen Ti­tel „S. Bla­sio pro Ci­vi­ta­te Bal­ven­si“.
Über­lie­fert ist es in ei­ner Hand­schrift aus dem Jah­re 1648. Die Me­lo­die ist dort al­ler­dings nicht mit an­geführt und auch nicht be­kannt.

Samstag, 3. Januar 2015

Aus fernem Morgenlande…

Symbolbild
Als Kind bin auch ich als „Stern­sin­ger“ un­ter­wegs ge­we­sen und ha­be für Kin­der in Not Spen­den ge­sam­melt.
Heu­te muß man sich in man­chen Ge­mein­den in Lis­ten ein­tra­gen, da­mit die Stern­sin­ger vor­bei kom­men. Dann wer­den sie oft von den El­tern mit dem Au­to ge­bracht, sin­gen ihr Lied und wer­den zum nächs­ten „Kun­den“ ge­fah­ren. Da­mals war das bei uns noch an­ders. Die klei­ne Stadt wur­de in 15 bis 20 oder mehr Be­zir­ke ein­ge­teilt, je nach An­zahl der Kin­der (meist Meßdie­ner), die mit­mach­ten. Je­des Stern­sin­ger­trio be­kam einen Be­zirk und ging tatsächlich von Haustür zu Haustür; von Woh­nungstür zu Woh­nungstür; von Gaststätte zu Gaststätte (ja auch dort wur­de ge­sun­gen).

Sonntag, 2. Februar 2014

St. Blasius 2014

Für viele Katholiken ist der Blasiussegen neben dem Aschenkreuz ja sowas wie das achte oder neunte Sakrament (je nach Zählweise). Hier in Paderborn, in der Liboripfarrei, wird in der Busdorfkirche ein Blasius Triduum gefeiert. Zum Segen werden dort keine gekreuzten Kerzen verwandt, sondern eine Büste mit Reliquien des Heiligen. Diese Büste wird jedem Gläubigen, der zum Segen niederkniet, auf den Kopf gesetzt und dann die Segensformel gesprochen. Wer es in den drei Tagen nicht schafft, sich so einen Segen „abzuholen“, dem ist in anbetracht der Vielzahl der Zeiten, an denen der Segen gespendet, wird, auch nicht mehr zu helfen.
Ich habe allerdings in diesem Jahr auf diese Form des Empfangs des Segens verzichtet und ihn schon im Anschluß an die Messe zu Mariä Lichtmeß bzw. Darstellung des Herrn empfangen. Etwas schade war dabei freilich, daß das schöne Blasius-Lied, welches hier in Paderborn ebenso wie in meiner Heimatpfarrei und auch weiteren Pfarrreien gesungen wird, eben nicht gesungen wurde.
Den Blasiustag selbst werde ich in meiner Heimatpfarrei begehen, da der Tag dort Patronatsfest und Tag der Ewigen Anbetung ist. So werde ich noch genug Gelegenheit bekommen, das Lied zu singen.
  1. Armer und Kranker Leid heiltest du weit und breit, rettend aus Leibesnot und Seelentod. Lob, Ehr und Herrlichkeit sei Gott in Ewigkeit, der dich als Glaubensheld uns vorgestellt.
  2. In harter Prüfungszeit siegtest du in dem Streit, lacht der Tyrannen Wut dein Heldenmut. Nichts schreckte dich, o Held! warst schon entrückt der Welt, Banden und Folter-Schmerz beugt' nicht dein Herz.
  3. Viel Leid, o Gottesmann, hat man dir angetan, mit Streichen ohne Zahl und Folterqual. Tobende Heidenwut fordert' dein reines Blut, dein Haupt fiel vor dem Beil zum ew'gen Heil.
  4. Dein Kampf war ritterlich, drum schmückte Christus dich mit unverwelkter Kron', des Sieges Lohn. Fleh' auch auf und die Gab' der Gotteslieb' herab, daß wir von Sünden rein in Gott uns freun.
  5. So wie dein Herz entbrannt', zu Gott ganz hingewandt, so steige himmelwärts auch unser Herz. Christo allein ich dien', Sterben ist dann Gewinn. Jesum lieb' ich allein, ganz bin ich sein.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Das alte Jahr verflossen ist

  1. Das alte Jahr verflossen ist, * wir danken dir, Herr Jesus Christ; * ach, nimm sie auf, die kurze Zeit * zum Opfer für die Ewigkeit.
  2. Vertilge, was vom Bösen war, * des Guten Frucht mach' offenbar; * die abgeschied'nen Seelen all * laß kommen in der Sel'gen Zahl.
  3. Im neuen Jahr' nach deiner Treu' * uns wieder Hilf' und Rat verleih, * daß alles, was wir fangen an, * durch deine Gnad' sei wohlgetan.
  4. Streck' aus, o Gott, die milde Hand * auf unser liebes Vaterland! * O, segne gnädig Land und Leut', * halt' ab Krieg, Pest und teure Zeit!
  5. Gib, daß die Kirch' zu deiner Ehr * siegreich besteh' und sich vermehr'; * den Herren und Fürsten Gnad verleih', * daß Fried' und Wohl im Volke sei.
  6. Behüt' uns all' im ganzen Jahr' * vor Seelenangst und Leibsgefahr; * gib jedem, Herr, sein bestes Teil * und allen einst das ew'ge Heil!
  7. Gelobt sei und gebenedeit * die heiligste Dreifaltigkeit, * Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist, * von nun an bis in Ewigkeit.
(Sursum Corda [vor 1932] Nr. 85)


Ich wünsche allen ein gesegnetes Jahr 2014!

Montag, 11. November 2013

Sankt Martin heilger Reitersmann

Nachfolgend das „Balve St. Martinslied“, welches am Martinstag beim Martinsumzug bis heute gesungen wird.
Der Komponist und Textdichter ist mir nicht bekannt, doch ich gehe davon aus, daß es sich dabei um Theodor Pröpper handelt. Die Noten und der Text finden sich in jedenfalls in seinem Liederbüchlein „Klingemund“.
In dem Lied ist, wie man es auch von anderen Martinsliedern kennt, in den einzelnen Strophen die Geschichte der Mantelteilung mit dem Bettler beschrieben:
  1. Sankt Martin heilger Reitersmann, heut künden wir dein Lob, und jeder singt, der singen kann, weil Gott dich hoch erhob. Du bist der Armen Freund uns Schutz, bist aller Bösen Feind und Trutz. – Sankt Martin! Sankt Martin! Du heil'ger Mann! Wir folgen, wir folgen, du reitest uns voran.
  2. Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind, schlug seinen Mantel zu. Das Rößlein fror, drum lief's geschwind und nahm sich keine Ruh. Am Zaum die Schellen klangen hell, den Klang trug fort der Wind so schnell. – Sankt Martin! Sankt Martin!…
  3. Ein Bettler lag am Wegesrand, trug keinen Mantel warm, hob flehend seine kalte Hand und fror, daß Gott erbarm'. Vom Zähneklappern flog sein Mund. - die Augen naß, - die Füße wund. – Sankt Martin! Sankt Martin!…
  4. Sankt Martin sah die große Not und hielt die Zügel an. Dem Rößlein schnell er Halt gebot grad vor dem Bettelmann, steigt eilend dann herab vom Pferd, nahm in die Hand sein blankes Schwert. – Sankt Martin! Sankt Martin!…
  5. Sankt Martin griff zum Mantel sein - voll Mitleid war sein Blick - dann schlug er mit dem Schwert hinein, hielt in der Hand zwei Stück'. Das eine er dem Bettler gab, dazu noch Trank und gute Lab'. – Sankt Martin! Sankt Martin!…
  6. Darauf der heil'ge Reitersmann stieg wieder hoch zu Roß mit halbem Mantel angetan, ein Glanz ihn hell umfloß. Im Bettler seltsam es geschah - er Christi Augen leuchten sah. – Sankt Martin! Sankt Martin!…
  7. Sankt Martin ritt von hinnen dann, verließ die eitle Welt. Der Ritter ward ein Gottesmann, für Gottes Reich bestellt. Er suchte Menschen in der Not, in allem Leid er Hilfe bot. – Sankt Martin! Sankt Martin!…
  8. Sankt Martin steig aus deinem Grab, dich aller Not erbarm! Reit' alle Straßen auf und ab, mach alle Herzen warm, daß einer trag' des andern Last und hilft, wie du geholfen hast. – Sankt Martin! Sankt Martin!…
  9. Sankt Martin, kehr' auf deinem Ritt bei uns in Balve ein. Sieh, alle Kinder gehen mit bei hellem Fackelschein. In unsrer alten Stadt verweil, daß jeder gern den Mantel Teil! – Sankt Martin! Sankt Martin!…
Ursprünglich hatte das Lied noch eine Strophe mehr. Die ursprünglich dritte Strophe wurde aber aus unbekannten Gründen später gestrichen. In dem Liederbüchlein „Klingemund“ ist sie schon nicht mehr abgedruckt. Die Strophe lautete:
  • Sankt Martin griff zum Mantel sein, der war gar bunt und schön; er hüllte drin gar warm sich ein, war herrlich anzuseh'n. Und weiter ritt er dann fürbaß, durch Wind und Wetter seine Straß' – Sankt Martin! Sankt Martin! Du heil'ger Mann! Wir folgen, wir folgen, du reitest uns voran.

Donnerstag, 15. August 2013

Maria Himmelfahrt

  1. Maria, Mutter Jesu Christ * Alleluja! * zum Himmel aufgenommen ist. * Alleluja!
  2. Die Gottes Geist beschattet hat, * Alleluja! * blieb unversehrt durch seine Gnad'. * Alleluja!
  3. Ihr keuscher Leib, der Gott gebar, * Alleluja! * kein Raub für die Verwesung war. * Alleluja!
  4. Ihr Sohn der Tod und Grab besiegt, * Alleluja! * er läßt im Grab' die Mutter nicht. * Alleluja!
  5. „Die Mutter muß beim Sohne sein * Alleluja! * fliegt hin, fliegt hin, ihr Engelein!“. * Alleluja!
  6. Viel tausend Engel flogen hin * Alleluja! * und führten ihre Königin. * Alleluja!
  7. O große Freud', o Seligkeit * Alleluja! * Stimm ein, beglückte Christenheit. * Alleluja!
  8. Wir haben hoch im Himmelreich * Alleluja! * nun eine Mutter gnadenreich. * Alleluja!
  9. Im Himmel ist sie Königin * Alleluja! * auf Erden Schutz und Trösterin. * Alleluja!
  10. Gelobt sei die Dreifaltigkeit * Alleluja! * ein ein'ger Gott in Ewigkeit! * Alleluja!
(Sursum Corda [vor 1932] Nr. 256)

Donnerstag, 30. Mai 2013

Lauda Sion…

  1. Lauda Sion Salvatorem,
    Lauda ducem et pastorem
    In hymnis et canticis.
    Quantum potes, tantum aude,
    Quia maior omni laude,
    Nec laudare sufficis.
  2. Laudis thema specialis
    Panis vivus et vitalis
    Hodie proponitur.
    Quem in sacrae mensa coenae
    Turbae fratrum duodenae
    Datum non ambigitur.
  3. Sit laus plena, sit sonora;
    Sit iucunda, sit decora
    Mentis iubilatio,
    Dies enim solemnis agitur
    In qua mensae prima recolitur
    Huius institutio.
  4. In hac mensa novi Regis
    Novum Pascha novae legis
    Phase vetus terminat.
    Vetustatem novitas,
    Umbram fugat veritas,
    Noctem lux eliminat.
  5. Quod in coena Christus gessit,
    Faciendum hoc expressit
    In sui memoriam:
    Docti sacris institutis
    Panem, vinum in salutis
    Consecramus hostiam.
  6. Dogma datur Christianis,
    Quod in carnem transit panis
    Et vinum in sanguinem.
    Quod non capis, quod non vides,
    Animosa firmat fides
    Praeter rerum ordinem.
  7. Sub diversis speciebus,
    Signis tantum et non rebus,
    Latent res eximiae:
    Caro cibus, sanguis potus,
    Manet tamen Christus totus
    Sub utraque specie.
  8. A sumente non concisus,
    Non confractus, non divisus
    Integer accipitur.
    Sumit unus, sumunt mille,
    Quantum isti, tantum ille,
    Nec sumptus consumitur.
  9. Sumunt boni, sumunt mali,
    Sorte tamen inaequali,
    Vitae vel interitus.
    Mors est malis, vita bonis,
    Vide paris sumptionis
    Quam sit dispar exitus.
  10. Fracto demum sacramento,
    Ne vacilles, sed memento
    Tantum esse sub fragmento,
    Quantum toto tegitur.
    Nulla rei fit scissura,
    Signi tantum fit fractura,
    Qua nec status nec statura
    Signati minuitur.
  11. Ecce panis Angelorum,
    Factus cibus viatorum,
    Vere panis filiorum,
    Non mittendus canibus!
    In figuris praesignatur,
    Cum Isaac immolatur,
    Agnus Paschae deputatur,
    Datur manna patribus.
  12. Bone pastor, panis vere,
    Jesu, nostri miserere,
    Tu nos pasce, nos tuere,
    Tu nos bona fac videre
    In terra viventium.
    Tu qui cuncta scis et vales,
    Qui nos pascis hic mortales,
    Tuos ibi commensales,
    Cohaeredes et sodales
    Fac sanctorum civium.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Christ ist aufgefahren

  1. Christ ist aufgefahren, * umringt von Engelsscharen; * zur Rechten Gottes nun erhöht, * herrscht er in ew'ger Majestät. * Alleluja!
  2. Heil uns Menschenkindern: * nun ist uns armen Sündern * der menschgeword'ne Gottessohn * ein Mittler an des Vaters Thron! * Alleluja!
  3. Alleluja singet, * daß himmelan es dringet; * geöffnet ist der Himmel heut', * drum jauchze froh, o Christenheit. * Alleluja!
(Sursum Corda [vor 1932] Nr. 168)

Sonntag, 31. März 2013

Christus ist auferstanden

  1. Christus ist auferstanden. Freud ist in allen Landen.
    Nun laßt uns fröhlich singen, und alleluja klingen, in cymbalis, in cymbalis benesonantibus, in cymbalis benesonantibus.
  2. Hölle ist überwunden, Satan ist angebunden. Nun laßt uns…
  3. Tod, wo ist nun dein Stachel, Sünde, wo dein Makel? Nun laßt uns…
  4. Gott sind wir all versöhnet, herrlich sein Gnad uns krönet. Nun laßt uns…
(Sursum Corda [1948] Nr. 233)

Freitag, 29. März 2013

Consummatum est

  1. Es ist vollbracht! Des Grabes Nacht bedeckt nun deine Glieder. Mittler, sieh', an deiner Gruft sink ich Armer nieder
  2. Grab meines Herrn, ich weile gern in deinem heil'gen Schauer, ströme gern in Seufzen aus Klagen meiner Trauer.
  3. Ums Grab herum ist alles stumm die Wesen alle schweigen; Engel seh' ich nur, die sich betend niederbeuten.
  4. Da liegt und ruht, erstarrt im Blut die dorngewund'ne Krone; ach, die stumme Zeugin spricht laut von deinem Hohne.
  5. Jetzt zückt nicht mehr des Knechtes Speer in deine heil'ge Seite; Friede krönt, o Herr, dich nun nach hartem Streite.
  6. Doch solltest du nach kurzer Ruh' nicht die Verwesung sehen; gloreich häßt dich Gottes Kraft aus dem Grab entstehen
  7. Ich weiß, du wirst, o Lebensfürst, auch mich vom Tod erwecken; sterbe, JEsus ich mit dir, wird das Grab nicht schrecken.
  8. Schließ ich zur Ruh' mein Auge zu, hab' ich hier ausgelitten: führ' mich dann zum Himmel ein, den du mir erstritten.
(Sursum Corda [vor 1932] Nr. 136)