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Mittwoch, 25. Mai 2016

Über die äußeren Fei­ern der Mes­se in der au­ße­ror­dent­li­chen Form

Symbolbild
Es ist ein schö­ner Brauch und auch eine gute Ge­le­gen­heit ho­he kirch­li­che Fe­ste an­ge­mes­sen zu be­ge­hen, in­dem die­se auf ei­nen Sonn­tag ver­legt wer­den, wenn an dem ent­spre­chen­den Fest­tage selbst keine Mes­se ge­fei­ert wer­den kann.
Lei­der kommt es im­mer mal wie­der zu Un­si­cher­hei­ten, wel­che Fe­ste ver­legt wer­den kön­nen und wo­hin sie zu ver­le­gen sind.
Was in Be­zug auf die so­ge­nann­ten äu­ße­ren Fei­ern mög­lich ist, wird ein­deu­tig in den Generalrubriken (rubricae generales n. 356-361) ge­re­gelt. Die­se lauten:
»5. de Mis­sis vo­ti­vis in so­lem­ni­ta­te ex­ter­na fest­orum

356. Nomine so­lem­ni­ta­tis ex­ter­nae ali­cuius festi in­tel­le­gi­tur ce­le­bra­tio ipsius festi abs­que Of­fi­cio, in bo­num fide­lium, vel die quo fe­stum im­pe­ditur, vel in do­mi­ni­ca quando ip­sum fe­stum occur­rit in­fra heb­do­ma­dam, vel alio sta­tuto die.

357. So­lem­ni­tas ex­ter­na alicui fe­sto aut ipso iure competit, aut peculiari indulto conceditur.

358. So­lem­ni­tas ex­ter­na ipso iu­re com­pe­tit dum­taxat:
  • a) fe­sto Ss.mi Cor­dis Iesu;
  • b) fe­sto B. Mariae Virg. a Ro­sa­rio, in do­mi­ni­ca I men­sis oc­to­bris;
  • c) fe­sto Purificationis B.M.V., si actio li­tur­gica huic diei pro­pria, appro­ban­te Sanc­ta Se­de, in do­mi­ni­cam trans­fe­ra­tur, pro ea tan­tum Mis­sa, quae can­de­la­rum be­ne­dic­tio­nem et pro­ces­sio­nem se­qui­tur;
  • d) fe­sto Patroni principalis, rite con­sti­tu­ti, na­tio­nis, re­gio­nis seu pro­vin­ciae si­ve eccle­sia­sti­cae si­ve ci­vi­lis, dioe­ce­sis, loci seu oppi­di vel ci­vi­ta­tis;
  • e) fe­sto Pa­tro­ni princi­pa­lis, rite con­sti­tu­ti, Or­di­nis seu Con­gre­ga­tio­nis, et re­li­gio­sae pro­vin­ci­ae;
  • f) fe­sto Pa­tro­ni, rite con­sti­tu­ti, coe­tu­um vel in­sti­tu­tio­num, in eccle­siis vel ora­to­ri­is, quo fi­de­les ad Pa­tro­num ce­le­bran­dum con­ve­niunt;
  • g) fe­stis anni­ver­sarii De­di­ca­tio­nis nec­non Ti­tu­li pro­priae ec­cle­siae;
  • h) fe­stis Tituli nec­non Fun­da­to­ris ca­no­ni­za­ti Or­di­nis seu Con­gre­ga­tio­nis;
  • i) fe­stis aut com­me­mo­ra­ti­on­ibus, in ca­len­da­rio Ec­cle­si­ae uni­ver­sae vel in ca­len­da­rio pro­prio in­scrip­tis, quae cum pe­cu­lia­ri po­pu­li con­cur­su ce­le­bran­tur: cuius rei iu­dex est lo­ci Or­di­na­ri­us.

359. So­lem­ni­tas ex­ter­na, si ipso iure com­pe­tat, nec supra, n. 358, pro qui­bus­dam so­lem­ni­ta­ti­bus ex­ter­nis ali­ter sta­tua­tur, fie­ri po­test aut ip­so die quo fe­stum im­pe­di­tur, aut in do­mi­ni­ca imme­dia­te prae­ce­den­ti vel im­me­dia­te se­quen­ti Of­fi­ci­um fe­sti im­pe­di­ti, aut al­io die ab Or­di­na­rio loci de­ter­mi­nan­do, iux­ta ru­bri­cas. Si ve­ro pe­cu­lia­ri in­dul­to con­ce­di­tur, So­lem­ni­tas ex­ter­na diei de­fi­ni­to assig­na­tur.

360. De fe­sto cuius fit So­lem­ni­tas ex­ter­na, ce­le­bra­ri po­test una Mis­sa in cantu et al­tera lecta, vel duae Mis­sae lec­tae, tam­quam votivae II clas­sis, excepto casu de quo n. 358 c.

361. Solemnitates externae per peculiare indultum quibusdam dioecesibus, ecclesiis vel familiis religiosis iam antea concessae, in vigore manent, ea tamen restrictione quod diebus liturgicis I classis prohibeantur, et numquam plures quam duae Missae de eadem solemnitate celebrari possint.«

Dies bedeutet in etwa:
»5. über Votivmessen in der äußeren Feier der Feste

356. Un­ter der Be­zeich­nung der äußeren Fe­ier eines Fe­stes ver­steht man die Fei­er des ei­gent­li­chen Fe­stes ohne Offi­zi­um, zum Woh­le der Gläu­bi­gen, ent­we­der am Tag, an dem das Fest be­hin­dert ist oder am Sonn­tag, wenn das Fest selbst inn­er­halb der Woche liegt oder an ei­nem an­de­ren fest­ge­setz­ten Tag.

357. Die äu­ßere Fei­er steht ei­nem Fest ent­weder von Rechts we­gen zu oder sie wird auf­grund ei­nes spe­ziel­len In­dults zu­ge­stan­den.

358. Die äu­ße­re Feier ist von Rechts wegen nur zu­ge­stan­den:
  • a) dem Fest des heiligsten Herzens Jesu;
  • b) dem Fest der seligsten Jungfrau Maria vom Rosen­kranz am er­sten Sonn­tag im Ok­to­ber;
  • c) dem Fest Mariä Rei­ni­gung wenn der li­tur­gi­sche Dienst, der die­sem Tag ei­gen ist, vom Hei­li­gen Stuhls ap­pro­biert, auf einen Sonn­tag ver­legt wird; das gilt al­lei­ne für die Mes­se, die auf die Ker­zen­seg­nung und die Pro­zes­sion folgt.
  • d) dem Fest des recht­mäßig ein­ge­setzen Haupt­pa­trons einer Na­tion, einer Re­gion oder Pro­vinz, sei sie kirch­lich oder zi­vil, einer Diö­ze­se, eines Or­tes, ei­ner Stadt oder ei­nes Staa­tes;
  • e) dem Fest des recht­mäßig ein­ge­setz­ten Haupt­pa­trons eines Or­dens oder einer Kon­gre­ga­tion und einer Or­dens­pro­vinz.
  • f) dem Fest des rechtmäßig ein­ge­setz­ten Pa­trons von Ver­ei­ni­gun­gen oder In­sti­tu­tio­nen, in Ki­rchen oder Ora­to­rien, wo­hin die Gläu­bi­gen zu­sam­men kom­men, den Pa­tron zu fei­ern;
  • g) den Festen zum Jah­res­tag der Wei­he und auch des Ti­tels der ei­ge­nen Kir­che;
  • h) den Festen des Ti­tels und auch des hei­lig­ge­spro­che­nen Grün­ders eines Or­dens oder ei­ner Kon­gre­ga­tion;
  • i) den Festen oder Ge­dächt­nis­fei­ern, wie sie im Ka­len­der der Ge­samt­kir­che oder im Ei­gen­ka­len­der ein­ge­tra­gen sind, wenn sie mit be­son­de­rer Teil­nah­me des Vol­kes ge­fei­ert wer­den. Der Orts­or­di­na­ri­us ent­schei­det über die­se Sache.

359. Die äu­ße­re Fei­er, so­fern sie von Rechts we­gen zu­steht, und nicht oben un­ter Nr. 358 für die äu­ße­re Feier an­ders fest­ge­setzt ist, kann ent­we­der am Tag, an dem das Fest statt­fin­det oder am Sonn­tag, der dem Of­fi­ci­um des Fe­stes vor­an­geht oder folgt oder ei­nem an­de­ren Tag, der ge­mäß der Ru­bri­ken vom Orts­or­di­na­ri­us zu be­stim­men ist. Wenn aber die äu­ßere Feier durch ein In­dult ge­währt wird, ist sie auf einen be­stimm­ten Tag ge­legt.

360. Von einem Fest, das ei­ne äu­ße­re Fei­er hat, kann eine Mes­se ge­sun­gen (Mis­sa in can­tu) und eine an­de­re ge­le­sen (Mis­sa lec­ta) oder zwei Mes­sen ge­le­sen wer­den wie bei Vo­tiv­mes­sen II. Klasse, aus­ge­nom­men der Fall von Nr. 358 c.

361. Äußere Feiern, die durch speziel­le In­dul­te ei­ni­ger Diö­ze­sen, Kir­chen oder Or­dens­ge­mein­schaf­ten be­reits frü­her ge­währt wor­den sind, blei­ben in Kraft, je­doch un­ter der Ein­schrän­kung, daß sie an li­tur­gi­schen Ta­gen I. Klas­se ver­bo­ten sind und daß nie­mals mehr als zwei Mes­sen von der glei­chen Fei­er ze­le­briert wer­den kön­nen.«

Mittwoch, 19. August 2015

Osterkommunionbild 1968 – Der Ritus von 1965

Symbolbild
In der Pfar­rei Sankt Jo­do­kus in Bie­le­feld er­schien zu Ostern 1968 nach­fol­gend wie­der­ge­ge­be­nes Falt­­blatt zur Oster­kom­mun­ion, das Auf­bau und Mit­voll­zug der Mes­se im 1965er Ri­tus er­klärt:


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Freitag, 7. August 2015

Der Ritus von 1965

Symbolbild
Aus dem De­kanat Bie­le­feld stammt nach­fol­gend wie­der­ge­ge­be­nes Falt­­blatt, das als »klei­ne Hil­fe« für die Mit­fei­er der Mes­se im 1965er Ri­tus kon­zi­piert wur­de:


(Bil­der zum Ver­grö­ßern an­klick­en)

Donnerstag, 5. Februar 2015

Wie Arsch auf Eimer

Symbolbild
Wie na­he­zu je­des Jahr am drit­ten Fe­bru­ar, so ha­be ich mich auch in die­sem Jahr wie­der auf den Weg nach Bal­ve ge­macht, um in der dor­ti­gen Pfarr­kir­che das Pa­tro­nats­fest zu Eh­ren des Hei­li­gen Bi­schof und Mär­ty­rers Bla­si­us zu fei­ern.
Seit ei­ni­gen Jah­ren be­fin­det sich auch die­se Ge­mein­de durch die Grün­dung von Pfarr­ver­bund und da­mit ver­bun­de­ne Zu­sam­men­le­gung von Ge­mein­den im Um­bruch. Den­noch fin­det je­des Jahr mit we­ni­gen Ver­ände­run­gen das Pa­tro­nats­fest am drit­ten Fe­bru­ar, das ver­bun­den ist mit der ewi­gen An­be­tung, statt.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Freiflächen zum individuellen liturgischen Handeln?

In be­reits zwei Blog­bei­trägen bin ich auf ein­zel­ne Punk­te in der um­strit­te­nen „Pas­to­ral­ver­ein­ba­rung 2013“ des Pas­to­ral­ver­bun­des Bal­ve-Hön­ne­tal aus letz­tem Jahr, die die Un­ter­schrift des Erz­bi­schofs Hans-Jo­sef Be­cker trägt, ein­ge­gan­gen
Auch in die­sem Bei­trag spielt sie wie­der ei­ne Rol­le. — Aber der Rei­he nach: Vor ei­ni­ger Zeit er­zähl­te mit je­mand in ei­nem Te­le­fonat, daß man in der Pfarr­kir­che in Bal­ve „weiße Stühle“ auf­ge­stellt ha­be. Ich konn­te mir das gar nicht so recht vor­stel­len und so bin ich ge­stern mal nach Bal­ve ge­fah­ren, um mir die Sa­che vor Ort an­zu­se­hen und ei­ni­ge Bil­der zu ma­chen.
Die­se weißen Stüh­le, die dort ste­hen, schei­nen auch in ge­wis­ser Wei­se auf die Pas­to­ral­ver­ein­ba­rung zu­rück­zu­ge­hen. Dort liest man an ver­schie­de­nen Stel­len in­ter­essan­te Din­ge und man kann ge­spannt sein, was hier den Gläu­bi­gen in Zu­kunft noch al­les zu­ge­mu­tet wird. Für die Pfarr­kir­che St. Bla­si­us in Bal­ve, die zum Zeit­punkt der Er­stel­lung der Pas­to­ral­ver­ein­ba­rung teil­wei­se noch re­no­viert wur­de, liest man:
»…Nach den Um­bau­ar­bei­ten wer­den nicht mehr al­le Bän­ke auf­ge­stellt, um im li­tur­gi­schen Be­reich in­di­vi­du­el­ler han­deln zu kön­nen…«
Für die Pfarr­kir­che Hei­li­ge Drei Köni­ge in Gar­beck ist gar zu le­sen:
»…Über­le­gen: Even­tu­ell Al­tar­raum um­ge­stal­ten für klei­ne­re Grup­pen - dann als Li­tur­gie­ort nut­zen…«
Und un­ter Punkt 8.3. in dem noch zu er­le­di­gen­de Auf­ga­ben und Her­aus­for­de­run­gen be­schrie­ben wer­den steht:
»…Kir­chen­raum­nut­zung über den Got­tes­dienst hin­aus (z.B. Frei­flä­chen, Pfarr­heim in­te­grie­ren)…«
Im Zu­ge der Re­no­vie­rung soll­ten al­so in Bal­ve auch Frei­fläch­en ge­schaf­fen wer­den, »um im li­tur­gi­schen Be­reich in­di­vi­du­el­ler han­deln zu kön­nen«, was auch im­mer das be­deu­ten mag. Wie dies teil­wei­se ge­macht wur­de, kann man am be­sten an­hand von Bil­dern bes­ser se­hen als be­schrei­ben. Es gibt bei You­tu­be ein Vi­deo, das auch ei­ni­ge Schwenks durch die Kir­che ent­hält:

Man sieht dort z.B. auf der rech­ten Sei­te beim Beicht­stuhl noch kur­ze Kir­chen­bän­ke; und eben­so auf der lin­ken Sei­te beim Wind­fang (s. Screens­hot-Aus­schnit­te):
Nach dem Um­bau sind die­se Bänke ver­schwun­den:
Zu­dem scheint es, daß die Gän­ge et­was ver­brei­tert wur­den. Die Bänke im Mit­tel­schiff wur­den auf ei­ne ein­heit­li­che Län­ge ge­stutzt, und he­ben sich so op­tisch von dem Rund­bau der Kir­che ab. Nun hat im Neu­bau­teil der Kir­che kei­ner mehr di­rekt ei­ne Säule vor den Au­gen. Die An­zahl der Sitz­plätze ist da­mit na­tür­lich auch ver­rin­gert.
Man hat al­so hier und da ein paar Qua­drat­me­ter als Frei­fläche ge­schaf­fen. Wie hier­durch im »li­tur­gi­schen Be­reich« ein in­di­vi­du­el­les Han­deln mög­lich sein soll, bleibt un­klar. Klar ist in­des, daß durch die Ver­rin­ge­rung der Sitz­plätze die Kir­che rein op­tisch bei nor­ma­len Got­tes­dien­sten vol­ler aus­sieht und bei ho­hen Fe­sten über­fül­lt aus­sieht, weil nicht mehr je­der einen Platz fin­det.
Ei­ne Frei­fläche hat­te man al­ler­dings im al­ten Teil der Kir­che ge­schaf­fen. Hier fehl­te ei­ne ge­wis­se Zeit lang gut die Hälf­te der Bän­ke ganz, so daß wirk­lich ei­ne große, zu­sam­men­hän­gen­de Frei­flä­che vor­han­den war.
Der al­te Teil der Kir­che ist um 90° zum neu­en Teil der Kir­che ver­setzt. Nach der Re­no­vie­rung in den 70er/80er Jah­ren, als be­gon­nen wur­de, den Al­tar in der al­ten Kir­che wie­der zu be­nut­zen, hat­te man einen Teil der Bän­ke mit Blick­rich­tung auf den Al­tar der al­ten Kir­che auf­ge­stellt, wäh­rend der an­de­re Teil um 90° ver­setzt die Blick­rich­tung zum Al­tar der neu­en Kir­che hat­te. Die Bän­ke mit Blick­rich­tung in die neue Kir­che sind im Zu­ge der letz­ten Re­no­vie­rung ver­schwun­den und sind ein­ge­la­gert. Hier war also eine Frei­flä­che ent­stan­den.
Die da­durch ent­stan­de­ne Frei­flä­che hat man nun aber wie­der mit den oben er­wähn­ten weißen Pla­stik­stüh­len, die gut in je­des War­te­zim­mer ei­ner Zahn­arzt­pra­xis pas­sen, zu­ge­stellt. Mit den der­zeit auf­ge­stell­ten Stüh­len schei­nen aber noch lan­ge nicht al­le Mög­lich­kei­ten aus­ge­schöp­ft. Un­ter der Or­gelbüh­ne in der al­ten Kir­che war­ten noch wei­te­re Stüh­le auf ih­re Nut­zung. Da­zu kann man sich ei­gent­lich nur noch an den Kopf fas­sen. Ein Ge­mein­de­mit­glied sag­te mir so­gar: „Ehe ich mich auf so einen Stuhl set­ze, blei­be ich lie­ber ste­hen.“
Auf der an­de­ren Sei­te ist na­tür­lich dort jetzt in­di­vi­du­el­les Han­deln auch im li­tur­gi­schen Be­reich mög­lich, weil die Stüh­le nicht so fest ste­hen wie Bän­ke und man pri­ma Stuhl­krei­se und ähn­li­ches bil­den kann.
Bei Ge­sprä­chen vor Ort kam her­aus, daß wie­der­um ge­gen­über Kri­ti­kern das Im­mu­ni­sie­rungs-Ar­gu­ment „Pa­der­born will das so“ oder „das ist ei­ne An­wei­sung aus Pa­der­born“ an­ge­führt wor­den sei. Pa­der­born ist schließ­lich 100km weit weg und dort wird kei­ner aus der Ge­mein­de, dem so et­was nicht ge­fällt, nach­fra­gen, ob es stimmt.
Ich kann nicht glau­ben, daß sich tat­säch­lich Leu­te im Ge­ne­ral­vi­ka­ri­at mit der Fra­ge nach weißen Stüh­len in ei­ner Kir­che be­schäf­ti­gen und „An­wei­sun­gen“ da­zu ge­ben, wenn­gleich in der Pas­to­ral 2.0 der­zeit al­les mög­lich er­scheint.
Soll­te es je­doch stim­men, daß in Be­zug auf das Auf­stel­len der Stüh­le tatsächlich An­wei­sun­gen aus dem Ge­ne­ral­vi­ka­ri­at ge­kom­men sind, so ist den­noch die nach dem Sinn die­ser Ak­ti­on zu fra­gen.
Ob­schon ge­nü­gend Kir­chen­bän­ke vor­han­den sind, die nun ein­ge­la­gert wur­den, sind Stüh­le an­ge­schafft wor­den, die man ja auch nicht um­sonst be­zo­gen ha­ben wird.
Ei­ner­seits wird im­mer über lee­re Kas­sen ge­klagt; an­de­rer­seits wird für so einen Un­sinn Geld aus dem Fens­ter ge­wor­fen.
Warum man zu­dem den Gläu­bi­gen, so sie denn tatsächlich viel­leicht mal die Stüh­le nut­zen, nö­tigt, auf dem Bo­den zu kni­en, er­schließt sich eben­so we­nig.
Oder wur­de das Kni­en in der Pas­to­ral 2.0 in­zwi­schen ganz ab­ge­schafft?

Sonntag, 28. Juli 2013

Liborius – Präfation (latein)

Die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung hat mit Datum vom 19. Juli 2008 den nachfolgend abgedruckte lateinische Fassung der Präfation zu Ehren des hl. Liborius konfirmiert (Prot.N. 338/08/L).
Die Präfation wird bei der Feier des Hochfestes des hl. Liborius, am Fest bzw. nicht gebotenen Gedenktag der Rückführung seiner Reliquien und bei Votivmessen zu Ehren des Heiligen genommen.
»V. Dominus vobiscum.
R. Et cum spiritu tuo.
V. Sursum corda.
R. Habemus ad Dominum.
V. Gratias agamus Domino Deo nostro.
R. Dignum et iustum est.
Vere dignum et iustum est, aequum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere, Domine, sancte Pater, omnipotens sempiterne Deus, per Christum Dominum nostrum.
Qui enim beatum Liborium misit evangelium redemptionis praedicare ad corda hominum fidei lumine illustranda.
Qui Christi, boni Pastoris sequens exemplum pro grege sibi commisso sollicite laboravit; Summo et aeterno Sacerdoti in gloria caelesti nunc sociatus pro infirmis et omnibus afflictis consolationem et salutem apud te exorans intercedet.
Et ideo, cum Angelis et Archangelis, cum Thronis et Dominationibus, cumque omnibus militiae caelestis exercitus, hymnum gloriae tuae canimus sine fine dicentes: Sanctus…«
(Kirchl. Amtsblatt Paderborn, 2009, Stück 1, Nr. 11)

Liborius – Präfation

Die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung hat mit Datum vom 19. Juli 2008 den nachfolgend abgedruckte deutsche Fassung der Präfation zu Ehren des hl. Liborius konfirmiert (Prot.N. 338/08/L).
Die Präfation wird bei der Feier des Hochfestes des hl. Liborius, am Fest bzw. nicht gebotenen Gedenktag der Rückführung seiner Reliquien und bei Votivmessen zu Ehren des Heiligen genommen.
»V. Der Herr sei mit euch.
R. Und mit deinem Geiste.
V. Erhebet die Herzen.
R. Wir haben sie beim Herrn.
V. Lasset uns danken dem Herrn, unserem Gott.
R. Das ist würdig und recht.
In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Vater im Himmel, zu danken und deine Größe voll Freude zu rühmen durch unseren Herrn Jesus Christus.
Denn er sandte den heiligen Liborius, das Evangelium der Erlösung zu verkünden und die Herzen der Menschen zu erleuchten mit dem Licht des Glaubens.
Dem Beispiel Christi, des guten Hirten, folgend, mühte er sich um die ihm anvertraute Herde.
Mit dem ewigen Hohenpriester in der Herrlichkeit des Himmels vereint, erfleht er nun mit seiner Fürbitte den Kranken und allen Leidenden von dir Trost und Heilung.
Darum preisen wir mit allen Engeln und Heiligen dein reiches Erbarmen und singen ohne Ende das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig…«
(Kirchl. Amtsblatt Paderborn, 2009, Stück 1, Nr. 11)