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Sonntag, 14. April 2013

FoKiKoKa

Im Rahmen des Dialogprozesses wurde von mehreren Stellen aus mehreren Quellen berichtet, daß es einige sprachliche Differenzen gab, die im Sinne eines offenen und gerechten Dialogs zu unakzeptablen Mißverständnissen führten, welche den Eindruck erweckten, als gäbe es schon auf sprachlicher Ebene Unterschiede zwischen den umstrittenen Vertretern der Kirchenleitung und dem gläubigen Volk.
Auf diese Problematik haben die Verantwortlichen auf höchster Ebene reagiert, und umgehend die Arbeitsgruppe „Kommunikationskultur- und Kommunikationsstrukturanalyse im kirchlichen Kontext des 21. Jh.“ (KoKokiKo2021) ins Leben gerufen. Diese Arbeitsgruppe legte nun den Formulierungshelfer für kirchliche Kommunikations Kanäle“ (FoKiKoKa) vor. Die Formulierungshilfe arbeitet auf einer dreigliedrigen Abstraktionsebene. Das Grundschema Nr. 1 stellt sich wie folgt da:

0: nachzonliare 0: Kommunikations-0: -problematik
1: experimentelle 1: Informations-1: -analyse
2: klerikale 2: Struktur-2: -politik
3: progressive 3: Programm-3: -strategie
4: aufgabengerechte 4: Personal-4: -manipulation
5: optimale 5: Gremien-5: -stagnation
6: pluralistische 6: Sach-6: -koordinierung
7: interpedendente 7: Zielgruppen-7: -planung
8: omnipotente 8: Rationalisierungs-8: -zwänge
9: gruppenspezifische 9: Entwicklungs-9: -orinetierung

In der Anwendung ist diese Schema einfach. Schon in der diskussionsvorbereitenden Phase können sich die Diskussionsteilnehmer die von ihnen besonders ins Auge gefaßten Themen leicht merken, indem sie sich eine dreistellige Zahl einprägen oder notieren. Wer z.B. über „gruppenspezifische Gremienanalyse“ sprechen möchte, merkt ich einfach die Zahl 951.
Aber auch ganze Diskussionsverläufe lassen sich so vorplanen oder auch während der Diskussion notieren. So ist jeder voll drin und dabei.
Ein ganzer Argumentationsstrang läßt sich so sehr einfach merken und kann dann in die Diskussion einfließen. So kann 001 → 621 + 972 einfach stehen für den Satz „Die nachkonziliare Kommunikationsproblematik erfordert pluralistische Strukturanalysen und gruppenspezifische Zielgruppenpolitik“. (Noch nie war Stenographie so einfach wie heute!)
Ziel dieses Schemas kann es für die Zukunft sein, daß die Diskussionsteilnehmer vermehrt nur noch per Zahlencodes kommunizieren. Auch Struturdiagramme, Ablaufpläne und vieles mehr lassen sich hervorragend mit Begriffen des „Grundschemas Nr. 1“ darstellen.

Aus der „Steuerungsgruppe für vertiefte Sachdiskussionen“ der Unterkommision Süd-Süd-West kam der Vorschlag für spezielle Themen ein ergänzendes Schema oder ein zweites Grundschema zu erarbeiten. Die Arbeitsgruppe KoKokiKo2021 nahm diesen Vorschlag dankend an und entwarf das Grundschema Nr. 2, das sich wie folgt darstellt:

0: konzentrierte 0: Führungs-0: -struktur
1: integrierte 1: Organisations-1: -flexibilität
2: permanente 2: Identifikations-2: -ebene
3: systematisierte 3: Kirchen-3: -tendenz
4: progressive 4: Koalitions-4: -programmierung
5: funktionelle 5: Modell-5: -konzeption
6: orientierte 6: Übergangs-6: -phase
7: synchrone 7: Wachstums-7: -potenz
8: qualifizierte 8: Aktions-8: -problematik
9: caritative 9: Interpretations-9: -kontingenz

Die Arbeitsgruppe KoKokiKo2021 rät dringend, daß sich die Teilnehmer durch 506 (gem. Grundschema Nr. 1) auf eines der beiden Schemata einigen, damit es nicht zu Kommunikationsproblemen kommt, die ja gerade durch die Einführung der ersten beiden Schemata ad experimentum vermieden werden sollen.

Unbestätigten Meldungen zufolge sind aufgrund der in drei Testgruppen mit phantastischem Erfolg durchgeführten Praxistests zwei Ergänzungsschemata in Arbeit. Ob, wie gerüchteweise zu vernehmen war, gar Umstrukturierung in ein 4-gliedriges System für dann 10.000 Zahlencodes geplant ist, liegt derzeit noch im Dunkeln.
Eins ist jedoch klar: Die nächste Runde des Dialogprozesses wird davon noch nicht beeinflußt sein, und die Teilnehmer können sich auf das dreigliedrige Schema verlassen. Die Erfahrungen aus dieser Dialogrunde werden aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in die weiteren Planungen einfließen.


(In Anlehung an einen Text im Buch:
Der Himmel und das Bodenpersonal)