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Donnerstag, 3. September 2015

Spaghetti alla Carbonara

Nach ei­nem al­ten Stu­den­ten-WG-Grund­ges­etz ist „Nu­deln ma­chen“ auch Ko­chen und sehr ein­fach zu „ma­chen“ sind „Spag­het­ti al­la Car­bo­na­ra“. Zu­dem sind sie auch noch sehr lecker.
Wenn man je­doch nach ei­nem Re­zept sucht, wird man sehr viele ver­schie­de­ne Ar­ten der Zu­be­rei­tung fin­den. „Das“ Re­zept für die­ses Ge­richt gibt es nicht, son­dern nur vie­le Va­ria­tio­nen: Mit und oh­ne Sah­ne, mit ge­räu­cher­tem oder ge­koch­tem Schin­ken; mit Speck statt Schin­ken; mit Voll­ei oder Ei­gelb; mit oder oh­ne Knob­lauch. Auch exo­ti­sche Va­ri­an­ten mit Zu­ta­ten wie Frisch­kä­se, Kräu­tern, Zwie­beln, Milch und vie­lem mehr sind in Koch­bü­chern und In­ter­net zu finden.

Dienstag, 28. April 2015

Süsse Chilisauce

Die Grill­sai­son ist in­zwi­schen ja ge­st­ar­tet und im TV sah ich pas­send das­zu Wer­bung ei­nes be­kann­ten Sau­cen­her­stel­lers für ei­ne »Sweet Chi­li Sau­ce«. Der Preis für 220ml liegt je An­bie­ter zwi­schen 1,50€ und 2,50€ – Mein ers­ter Ge­dan­ke war: Das kann man doch si­cher auch selbst ma­chen.
Hier sind die Zuta­ten für mei­nen ers­ten Ver­such ei­ne süße Chi­lis­au­ce selbst her­zu­stel­len.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Mutzenmandeln

Mutzenmandeln – ein passendes Gebäck zum Karneval.
Für den Teig benötigt man:
  • 250g Mehl
  • 100g Zucker
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 50g Butter
  • 3 Eier
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillzucker
  • 1 Priese Salz
  • 1/2 Fl. Rumaroma
  • 1/2 Fl. Bittermandelaroma
  • Schalenabrieb 1/2 Zitrone

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Kürbissuppe

In­zwi­schen ha­ben wir An­fang Ok­to­ber und so lang­sam kann man an Kürbis­se den­ken. Sei es, um sie zu es­sen oder aber, um sie zur De­ko­ra­ti­on ins Fens­ter oder den Gar­ten zu stel­len.
Am let­zen Ok­to­ber­tag ist der um­strit­te­ne Re­fo­ma­ti­ons­tag, der sehr tref­fend auch als Kürbis­fest be­gan­gen wird und bei dem zum An­lass pas­send, al­ler­lei Frat­zen aus den Kübis­sen ge­schnitzt wer­den.
Bei die­ser Kürbis­be­hand­lung fal­len vie­le Kürbisstücke an, die sich zur De­ko­ra­ti­on we­ni­ger eig­nen. Aus die­sen läßt sich – denn als öko­lo­gisch wohl er­zo­ge­ner Mensch schmeißt man ja nix weg – auch et­was Le­cke­res ko­chen, wie z.B. ei­ne Kürbis­sup­pe.
Dies­mal ver­zich­te ich aber dar­auf, das Re­zept hier zu schrei­ben, denn „Mr. Cu­li­na­ry“ hat ein Re­zept von mir auf­ge­grif­fen und nach­ge­kocht und da­zu ein Vi­deo ge­macht.
Guten Appetit!

Samstag, 20. September 2014

Aljotta

Die Al­jot­ta ist die mal­te­si­sche Ant­wort auf die Bouil­la­bais­se. Sie ist al­so ei­ne Fisch­sup­pe. Wie der Na­me schon erah­nen läßt, enthält sie auch ei­ni­ges an Knob­lauch (vgl. ital Aglio).
Wer nach Re­zep­ten für die­se Sup­pe im In­ter­net sucht, wird so ei­ni­ges fin­den und je­des Re­zept ist et­was an­ders, so­wohl was die Zuta­ten an­be­langt als auch was die Zu­be­rei­tung an­geht. Nach­fol­gend will ich mal mei­ne Va­ri­an­te vor­stel­len. Die­se kann der ge­neig­te Le­ser nach be­lie­ben verändern und ver­bes­sern, da sie si­cher noch nicht per­fekt ist. Im­mer­hin ha­be ich sie so jüngst erst­ma­lig ge­kocht und für gut be­fun­den. Ich würde sa­ge, sie kommt zu 80% an die Al­jot­ta her­an, die ich ei­ne Wo­che zu­vor auf Mal­ta ge­ges­sen ha­ben.
Ich ha­be das Re­zept in drei Kom­po­nen­ten auf­ge­teilt: Einen Fisch­fond, die To­q­li­ja und die Ein­la­ge, wel­che im­mer aus Reis und op­tio­nal zusätz­lich aus Fisch be­steht.

Fisch­fond
Vie­le Re­zep­te, die man im In­ter­net für ei­ne Al­jot­ta fin­det, ver­wen­den fer­ti­gen Fisch­fond aus dem Han­del. Man kann die­sen aber mit recht ein­fa­chen Mit­teln und hin­rei­chend schmack­haft selbst zu­be­rei­ten. Die Zuta­ten sind äußert preis­wert, da man nur Fisch­tei­le ver­wen­det, die sonst beim Händ­ler im Müll lan­den würden. Es ist teil­wei­se rat­sam die­se vor­zu­be­stel­len.
  • ca. 600g Fischab­schnit­te (Köpfe, Flos­sen etc)
  • 1 EL Oli­ven­öl
  • 1 Früh­lings­zwie­bel
  • 1 kl. Möhre
  • ca. 1/4 Fen­chel (ei­ne La­ge/Schif­fchen)
  • 1 wal­nuß­gro­ßes Stück Ing­wer
  • 1 ge­häuf­ten TL Salz
  • 1 TL leicht zer­sto­ße­ne Pfef­fer­kör­ner
  • 1/4 Li­ter Weiß­wein
  • 1 1/2 Li­ter Was­ser
Früh­lings­zwie­beln, Möhre, Fen­chel und Ing­wer in klei­ne Stü­cke schnei­den. Öl in ei­nem Topf er­hit­zen und das Ge­mü­se kurz dar­in an­schwen­ken. Mit Weiß­wein ab­lö­schen. Ge­wa­sche­ne Fisch­stü­cke dar­auf­le­gen und mit Was­ser auf­fül­len. Al­les zu­sam­men ei­ne Stun­de lang bei klei­ner Hit­ze zie­hen las­sen. Das Was­ser soll­te so ge­ra­de nicht mehr ko­chen.
Nach der Koch­zeit den Fond durch ein Haar­sieb oder bes­ser so­gar durch ein Tuch ab­sei­hen, so daß man einen recht kla­ren Fond be­kommt.
In die­ser Form ist der Fond be­wußt nicht be­son­ders sal­zig und auch sonst nur mo­de­rat ge­würzt. Es ist aber bes­ser nach­her die Sup­pe nach­zu­sal­zen als den Fond zu sal­zig zu ma­chen. Der Fond soll hauptsächlich Träger des fri­schen „Fisch­ge­schmacks“ sein.

Sau­ce (To­q­li­ja)
Ei­ne To­q­li­ja ist all­ge­mein ge­spro­chen ei­ne dick­flüssi­ge Sau­ce, die im We­sent­li­chen aus gedüns­te­ten Zwie­beln, Knob­lauch und To­ma­ten be­steht.
  • 3 EL Oli­ven­öl
  • 2 Zwie­beln
  • 10 Knob­lauch­ze­hen
  • 500g To­ma­ten: gr. Do­se (480g net­to) oder ge­häu­te­te, fri­sche, aro­ma­ti­sche
  • 1 EL To­ma­ten­mark
  • 1 EL fri­scher Ma­jo­ran
  • 1 EL fri­sche Min­ze
  • 1/2 Zi­tro­ne
  • zum Ab­schme­cken: Salz, Pfef­fer, Zi­tro­nen­saft
Zwie­beln fein ha­cken und im Oli­ven­öl et­wa 10 Mi­nu­ten an­düns­ten bis sie gla­sig wer­den. To­ma­ten­mark hin­zu­ge­ben. Dann den ge­hack­ten Knob­lauch hin­zu­ge­ben und mit­düns­ten. Der Knob­lauch darf da­bei nicht braun wer­den. Da­nach die To­ma­ten hin­zu­ge­ben. Zi­tro­ne fi­let­tie­ren und die Fi­lets klein schnei­den und hin­zu ge­ben. Die Min­ze und den Ma­jo­ran fein zer­schnei­den und eben­falls hin­zu­ge­ben.
Wenn die To­ma­ten an­fan­gen zu zer­fal­len mit dem Fisch­fond auf­gie­ßen und al­les ein­mal kurz auf­ko­chen las­sen. Dann die Ein­la­ge (s.u.) hin­zu­ge­ben. Am En­de al­les mit Salz, Pfef­fer und Zi­tro­nen­saft ab­schme­cken.

Ein­la­ge und Bei­ga­be
  • Reis
  • ggf. weißer Fisch, Scam­pi
  • Zi­tro­nen­spal­te oder Zi­tro­nen­schei­be
Die Sup­pe wird nor­ma­ler­wei­se oh­ne Fisch ser­viert, je­doch kommt im­mer Reis hin­ein. Je nach Reis­sor­te kann man die­ses un­ge­kocht in die Sup­pe ge­ben und dort quel­len las­sen oder aber kurz vor­ko­chen, bis er fast gar ist (2/3 Koch­zeit) und dann hin­ein­ge­ben und gar zie­hen las­sen.
Soll ei­ne Fisch­ein­la­ge in die Sup­pe, so ist es rat­sam, den Fisch se­pa­rat in et­was Was­ser, mit et­was Weiß­wein, Salz und Lor­beer­blatt ge­würzt, zu ga­ren oder zu düns­ten und vor dem Ser­vie­ren in die Sup­pe zu ge­ben. Es eig­net sich je­de Art nicht zu fet­ten Fi­sches mit wei­ßem Fleisch. Zusätz­lich kann man auch lu­xu­riös Scam­pis o.ä. hi­n­en­ge­ben.
Die Sup­pe kann man gut vor­ko­chen. Sie schmeckt bes­ser, wenn sie et­was durch­ge­zo­gen ist. Der Fisch kommt dann frei­lich erst kurz vor dem Ser­vie­ren in die Sup­pe.
Klas­si­scher­wei­se wird beim Ser­vie­ren ei­ne Zi­tro­nen­spal­te oder -schei­be an die Sup­pen­tas­se ge­steckt, so daß der Gast sich zusätz­lich fri­sche Zi­tro­ne hin­ein­drücken kann.

Gu­ten Ap­pe­tit

Donnerstag, 24. Juli 2014

Tomatenketchup – geschüttelt, nicht gerührt

Som­mer­zeit — Grill­zeit! Und ge­ra­de hat man sich spon­tan ent­schlos­sen den Grill an­zu­wer­fen, da stellt man – oh Schreck! – fest, daß kein Ketch­up mehr im Kühl­schrank ist.
Ich hat­te ja schon ein­mal ein Re­zept auf­ge­schrie­ben, aber der Ketch­up mußte ge­kocht wer­den. Heißer Ketch­up ist al­ler­dings nicht je­der­manns Sa­che, so daß sich das Re­zept für die spon­ta­ne Zu­be­rei­tung nicht eig­net.
Trotz­dem dient das Re­zept wei­ter­hin als Grund­la­ge: Auf einen Teil pas­sier­te To­ma­ten kom­men zusätz­lich 25% Es­sig, 10% Zu­cker, 2,5% Salz und Kräuter und Gewürze nach Be­lie­ben.
Der Ketch­up muß auch in die­sem Fall et­was an­ge­dickt wer­den. Beim Kalt­anrühren kann aber kei­ne Stärke ver­wen­den wer­den, da die­se be­kannt­lich erst beim Auf­ko­chen bin­det. Aus die­sem Grun­de ha­be ich mich für Jo­han­nes­brot­kern­mehl ent­schie­den. Auf 100g pas­sier­te To­ma­ten kom­men 0,5g Jo­han­nis­brot­kern­mehl. An­de­re mo­der­ne Bin­de­mit­tel wie et­wa Xan­tan, Guar­kern­mehl oder ähn­li­ches düften aber auch funk­tio­nie­ren. Die da­von benötig­ten Men­gen kann ich lei­der an­ge­ben, da ich es selbst nicht aus­pro­biert ha­be.
In kon­kre­ten Zah­len sieht ein Re­zept für 550g ein­fa­chen To­ma­ten­ketch­up dann so aus.
  • 400g pas­sier­te To­ma­ten (= 1 Do­se)
  • 100g Tafeles­sig
  • 40g Zu­cker
  • 10g Salz
  • 2g Jo­han­nis­brot­kern­mehl
  • Gewürze, Kräuter
Die Zu­be­rei­tung ist denk­bar ein­fach: Das Jo­han­nis­brot­kern­mehl soll­te vor­her gut mit dem Salz und Zu­cker und al­len an­de­ren tro­ckenen Zuta­ten ver­mi­schen, da­mit sich später kei­ne Klum­pen bil­den. Dann schüttet man al­le Zuta­ten in ei­ne al­te, ge­rei­nig­te Ketchupfla­sche, schüttelt al­les kräftig und sehr gut durch und stellt es für gut 15 Mi­nu­ten in den Kühl­schrank, da das Jo­han­nis­brot­kern­mehl ei­ni­ge Zeit braucht, um zu Quel­len und zu bin­den. Da­nach noch­mals durchschütteln und fer­tig ist der Ketch­up. Soll­te der Ketch­up, was je nach Her­stel­ler und Kon­sis­tenz der To­ma­ten der Fall sein kann, zu flüssig sein, so kann man auch nachträglich noch et­was Jo­han­nis­brot­kern­mehl hin­zuschütte(l)n.
Zum Würzen kann man sei­ner Phan­ta­sie frei­en Lauf las­sen. Einen Eßlöffel Cur­ry hin­zu­ge­ge­ben er­gibt einen schönen Cur­ry­ketch­up; mit Chi­li­pul­ver erhält man einen schar­fen Ketch­up. Man kann auch fri­sche, fein ge­schnit­te­ne Kräuter wie Pe­ter­si­lie oder Ba­si­li­kum oder sons­ti­ges hin­zu­ge­ben.
Da der Ketch­up dies­mal nicht er­hitzt wird, ist die Halt­bar­keit natürlich nicht so hoch, wie bei er­hitz­tem und da­durch ste­ri­li­sier­tem Ketch­up. Es ist al­so rat­sam klei­ne Men­gen an­zurühren, die schnell ver­braucht wer­den!

Gu­ten Ap­pe­tit



Hinweise zu den Zutaten:
Das Jo­han­nis­brot­kern­mehl be­kommt man in der Apo­the­ke und zahlt dann auch Apo­the­ken­prei­se. Im In­ter­net ge­kauft ist es deut­lich preis­wer­ter. Aber selbst wenn man es in der Apo­the­ke kauft und für 125g z.B. rund 12,- Eu­ro be­zahlt, so soll­te man be­den­ken, daß man nur sehr we­nig benötigt. Ei­ne Pa­ckung mit 125g ist aus­rei­chend, um rund 34kg Ketch­up her­zu­stel­len.
Bei den pas­sier­ten To­ma­ten be­vor­zu­ge ich der­zeit je­ne der Fir­ma „Mut­ti“ aus der Glas­fla­sche. Die­se sind zwar deut­lich teu­rer als No-Na­me­pro­duk­te, doch sind sie durch ih­ren fruch­ti­gen Ge­schmack und die schöne Kon­sis­tenz ih­ren Preis wert. Preis­wert wird der Ketch­up dann natürlich nicht.

Donnerstag, 17. April 2014

Figolli

Fi­gol­li sind mal­te­si­sche Os­ter­fi­gu­ren. Vor Os­tern sind sie in je­der Bäcke­rei zu be­kom­men. Das nach­fol­gen­de Re­zept reicht für drei bis vier sol­cher Fi­gu­ren.
Für den Teig benötigt man le­dig­lich:
  • 800g Mehl
  • 200g Zucker
  • 400g Butter
  • 3 Eigelb
  • Schalenabrieb einer Zitrone
  • Wasser
Für den Füllung benötigt man:
  • 3 Eiweiß
  • 400g Zucker
  • 400g gemahlene Mandel
Figolla fertig gebackenFür den Teil Mehl, Zu­cker, Bu­cker, Ei­gelb mit­ein­an­der ver­kne­ten. Bei Be­darf et­was Was­ser hin­zufügen. Der Teig soll sehr fest sein und man muß ihn aus­rol­len können.
Für die Füllung die Ei­weiß steif schla­gen und lang­sam dem Zu­cker hin­zu­ge­ben. Zum Schluß die Man­deln un­terrühren.
Den Teig ca. 1cm dick aus­rol­len und pro zu ba­cken­der Fi­gur zwei Teig­plat­ten mit der Fi­gol­li­form aus­ste­chen. Die­se For­men be­kommt man auf Mal­ta in je­dem Haus­halts­wa­ren­geschäft. Da aber nicht je­der mal eben für so ei­ne Form nach Mal­ta flie­gen möchte, gibt es auch die Möglich­keit so et­was über das In­ter­net zu kau­fen. Ein­fach mal nach "Fi­gol­li cut­ter" su­chen.
Al­ter­na­tiv kann man sich auch aus Pa­pier oder Pap­pe ei­ne Vor­la­ge schnei­den, auf den Teig le­gen und dann die Fi­gu­ren mit dem Teigrad oder ei­nem Mes­ser aus­schnei­den.
Auf die ei­ne Teig­plat­te wird dann gleichmäßig die Füllung auf­ge­tra­gen, wo­bei man rund­rum einen ca 1cm brei­ten Rand las­sen muß. Die­ser Rand wird mit Was­ser an­ge­feuch­tet. Dann wird die zwei­te Plat­te drauf ge­legt und am Rand schön fest ge­drückt, da­mit beim Ba­cken nichts her­aus­fließt. In die Mit­te des Ku­chens kann man mit ei­nem Ei ei­ne Ver­tie­fung drücken (s.u.)
Figolla mit weisser SchokoladeWenn man ei­ne ent­spre­chen­de Form hat, kann man auch in der Form ba­cken. So ma­che ich das je­den­falls, weil dann im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes al­les schön in Form bleibt. Zu­dem spart man sich die Ar­beit den Rand schön zu schließen, son­dern kann ein­fach al­les über­ein­an­der schich­ten.
Dann kom­men die Ku­chen bei ca. 160°C für ei­ne hal­be Stun­de in den Back­ofen.
Nach dem Ba­cken kann man die Fi­gu­ren ver­zie­ren. Wenn man im In­ter­net nach Bil­dern von "Eas­ter Fi­gol­li" sucht, wird man fest­stel­len, daß in der Mit­te nor­ma­ler­wei­se in Ei pla­ziert wird. Will man das auch ma­chen, so ist es sinn­voll schon vor dem Ba­cken an der ent­spre­chen­den Stel­le ei­ne Ver­tie­fung zu drücken. Zu­dem wird man bei Bil­dern im In­ter­net fest­stel­len, daß die Tei­le meist sehr bunt mit Zucker­guß ver­ziert sind. Aber die Art und Wei­se des Ver­zie­rens ist frei­lich je­dem selbst über­las­sen. Man könn­te auch ein­fach nur (weiße) Scho­ko­la­de neh­men.
Oder eben doch Zucker­guß… oder bei­des…
Figolla fertig
Wie man unschwer sieht, liegt mir derlei Verziererei nicht so.

Freitag, 28. Februar 2014

Currypulver

Curry ist vermutlich eine der beliebtesten Gewürzmischungen. Sie verleiht nicht nur der Currywurst ihren Namen, sondern schmeckt zu vielen anderen Gerichten, insbesondere zu Geflügel.
„Die“ Gewürzmischung gibt es dabei nicht. Hier ist viel Phantasie und Ausprobieren angesagt und jeder macht die Mischung etwas anders. Die Gemeinsamkeit besteht in dem Hauptbestandteil Kurkuma, das der Mischung die typisch gelbe Farbe verleiht. Alle weiteren Zutaten sind im wahrsten Sinne des Wortes Geschmacks­sache. Im Folgenden steht also ein Rezept für ein Variante, wie man eine Currymischung zusammenstellen kann:
  • 29,0g Kurkuma
  • 5,0g Koriandersamen
  • 2,0g Kümmel
  • 2,0g Paprikapulver
  • 2,0g Bockshornklee
  • 2,0g schwarzer Pfeffer
  • 1,5g Cumin (Kreuzkümmel)
  • 1,5g schwarze Senfkörner
  • 1,5g Fenchelsamen
  • 1,0g Kardamon
  • 1,0g getrocknete Chilischoten
  • 0,5g getrocknete Malvenblüten (Hibiskus)
  • 0,5g Piment
  • 0,5g Muskatblüte
Gesamt: 50g

Zum Abwiegen eignet sich eine digitale Waage, die möglichst auf zwei Nachkommastellen genau wiegt und anzeigt. Solche Waagen sind inzwischen für wenig Geld (teils unter 10€) erhältlich und reichen zum Abwiegen für Gewürze völlig aus. Sie werden unter der Bezeichnung „Feinwaage“ oder „Goldwaage“ vertrieben.
Alle Gewürze müssen werden sehr fein gemahlen werden, sofern sie es nicht schon sind. Ich benutze für so etwas immer eine alte Kaffeemühle mit Handbetrieb. Der Vorteil ist, daß man nur langsam mahlen kann und die Gewürze beim Mahlvorgang nicht heiß werden und ihr Aroma nicht verlieren.

Guten Appetit.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Senf – grob, schwarz, scharf

Bereits vor rund einem Jahr hatte ich ein Grundrezept für Senf vorgestellt. Beim normalen Senf verwendet man gelbe Senfkörner, doch es spricht nichts dagegen, auch mal Senf aus schwarzen Senfkörnern herzustellen. Die schwarzen Senfkörner sind etwas schärfer und haben einen leicht anderen, intensiveren Geschmack.
Der berühmte Dijon-Senf wird aus schwarzen oder auch braunen Senfkörnern hergestellt. Allerdings wird beim Dijon-Senf kein Essig verwandt, sondern Verjus. Senf mit Verjus statt Essig habe ich noch nicht hergestellt. Da Verjus jedoch weniger Säure enthält als Essig, gehe ich davon aus, daß man reinen Verjus benutzt und auf die Zugabe von Wasser verzichtet. Wer es mit Verjus ausprobieren will, der kann hier ja seine Erfahrungen mal im Kommentarbereich schreiben. In manchen Rezepten für Dijon-Senf wird auch trockener Weißwein verwandt. Da es „den“ Dijon-Senf nicht gibt, weil der Name nicht geschützt ist, sind viele Varianten auf dem Markt und in Kochbüchern und Internet zu finden.
Leider findet man im Gewürzregal nicht überall schwarze Senfkörner. Wer einen Asialaden in der Nähe hat, der sollte dort mal nachfragen. Sollte man aber keinen Laden vor Ort finden, so kann man die Senfkörner auch über das Internet bestellen. Der Preis für schwarze Senfkörner ist etwas höher als der für gelbe Senfkörner und liegt etwa bei ein bis zwei Euro pro 100g. Mit dem u.a. Rezept ergeben 100g Senfkörner allerdings rund 250g fertigen Senf, so daß sich die Kosten für das Fertigprodukt in Grenzen halten.
Ich würde raten, nicht zu große Portionen herzustellen, da Senf aus schwarzen Senfkörnern schneller das Aroma verliert.
Das Grundrezept ist mit dem des normalen Senfes in den übrigen Komponenten identisch. Man braucht also
  • 50 g gemahlene schwarze Senfkörner
  • 40g Wasser
  • 30g Essig
  • 5g Salz
  • 5g Zucker
Die Senfkörner sollte man am besten selbst mahlen. Das geht recht gut in einer alten, handbetriebenen Kaffeemühle oder notfalls auch mit einem Mörser. In diesem Rezept empfehle ich, die Senfkörner nur sehr grob zu mahlen, damit man rein optisch schon sieht, daß hier kein 08/15-Senf auf den Tisch kommt, sondern etwas besonderes.
Alle Zutaten werden zusammengeschüttet und mindestens 5 Minuten lang gerührt. Danach den Senf abfüllen. Das richtige Aroma bekommt er erst nach einigen Tagen.
Je nach Mahlgrad, also je nach dem ob feiner oder grober gemahlen wurde, kann der Senf unter Umständen zu trocken erscheinen, wenn das Senfmehl beim Umrühren quillt. In dem Fall kann man etwas(!) Essig hinzugeben und unterrühren. Das Gleiche kann man auch noch am nächsten oder übernächsten Tag machen, falls das Senfmehl noch etwas mehr nachquillt

Guten Appetit.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Gemüsebrühe

Jeder kennt die verschiedenen Fertigprodukte für Gemüsebrühe – Sei es als Instandpulver oder als Brühwürfel oder sonstige Formen.
Schaut man aber auf die Inhaltsstoffe so findet man verschiedene Stoffe, von denen man sich doch fragt, ob die unbedingt drin sein müssen. Teiweise enthalten die Produkte Geschacksverstärker wie Mononatriumglutamat oder auch versteckte Geschmacksverstärker, die als Hefeextrakt deklarierte sind.
Die eigentlichen Inhaltsstoffe, die man in einer Gemüsebrühe erwartet kommen meist zum Ende der Liste, was darauf hinweist, daß auch nur wenig davon im Produkt enthalten ist. Die Listen sind nach Mengen geordnet: angefangen bei großen bis zu kleinen Mengenanteilen.
Aber man kann so eine Gemüsebrühe in Art einer Würzpaste auch selbst herstellen. Dazu benötigt man
  • 1250g (netto) frisches Suppengemüse und Suppenkräuter: Sellerie, Möhren, Lauch/Porree, Zwiebeln, Petersilie und Liebstöckel (Maggiekraut)
  • 250g Salz
Das Gemüse wird geputzt, gewaschen und grob zerkleinert. Die angegebene Menge von 1250g sollte nach dem Putzen noch vorhanden sein.
Das Gemüse wird nun durch den Fleischwolf (feine Schreibe) gedreht. Andere Gerätschaften wie Stabmixer o.ä. dürften ziemliche Schwierigkeiten haben z.B. den faserigen Lauch/Porree zu zerkleinern. Danach wird die Gemüsemenge gut mit der Salzmenge vermischt.
Diese Mischung lagert man an einen kühlen und dunklen Ort für mindestens zwei Wochen. Danach ist die Mischung durchgezogen und kann verwendet werden. Durch den hohen Salzanteil ist die Mischung mindestens ein Jahr haltbar. Angebrochene Gläser sollte man im Kühlschrank aufbewahren.
Die Paste kann für Suppen, Saucen etc. verwendet werden. 1 TL reicht für etwa 1/4l Brühe. Im Gegensatz zur Instantbrühe muß diese Paste jedoch einige Zeit mitkochen bzw. durchziehen.

Guten Appetit.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Pflaumenkuchen

Nachfolgendes Rezept eignet sich, anders als die Überschrift vermuten läßt, für verschiedene Arten von Obstkuchen oder auch für einfachen Streuselkuchen ohne Obst. Es ist ein einfaches 4/4 Rezept, d.h. jede Zutat macht etwa 1/4 der Gesamtmenge aus. In alter Maßeinheit ist es jeweils ein viertel Pfund. Die hier angegebene Menge reicht für eine normale 26er Form; will man ein ganzes Backblech machen, nimmt man die doppelte Menge.
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 2 Eier
  • 125 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • etwas Zimt und ggf. etwas Zucker zum Bestreuen
Butter und Zucker schaumig rühren, Eier und Salz hinzugeben und gut durchrühren. Zum Schluß nach und nach das Mehl, dem das Backpulver beigemischt ist, einarbeiten. Die Backform einfetten und mit Semmelbrösel ausstreuen oder alternativ Backpapier auf den Boden der Form legen. Den Teig in die Backform verteilen.
Kuchen vor dem BackenDie Pflaumen ist Spalten schneiden und leicht in den Teig drücken. Leicht mit etwas Zimt bestäuben und falls die Pflaumen (noch zu) sauer sein sollten, kann man zudem etwas Zucker drüber streuen.
Statt des Zimts und Zuckers kann man freilich auch eine Variante mit Streusel (Repezpt s.u.) machen. In dem Fall ist es ratsam den Zimt in den Streusel einarbeiten.
Der Kuchen wird bei 175°C (Umluft) gebacken bis der Teig goldbraun ist. Das dauert rund 20 Minuten; bei der Variante mit Streusel dauert es etwas länger.
Fertiger Kuchen
Streusel
Die hier angegebene Menge reicht für einen Obstkuchen mit Streusel in einer 26er Form. Für einen Obstkuchen auf einem Backblech muß man die doppelte Menge nehmen.
Will man Streuselkuchen ohne Obst machen, so benötigt man die doppelte Menge für eine 26er Form und für ein Backblech entsprechend mehr.
  • 100 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 50 g Zucker
  • Bei Pflaumen oder Apfelkuchen zusätzlich: 1/2 TL Zimt
Alle mit der Hand verkneten bis sich Streusel bilden und über das Obst bzw. den Teig verteilen.

Guten Appetit.

P.S. Die Größe der Form auf den Bildern beträgt ca. 25x20cm

Samstag, 14. September 2013

Krautsalat

Im Spät­s­om­mer bzw. Frühherbst ist die Hauptsaison von Kohl, Wirsing etc. Riesige Kohlköpfe bekommt man auf den Märk­ten und frisch vom Feld „für nen Appel und nen Ei“.
Oft sind die Köpfe jedoch so groß, daß sich jedoch fragt, was man damit al­les an­stel­len kann, wenngleich es einige schöne Kohlgerich­te von Suppen, Eintöpfen über Sa­late bis zu Haupt­speisen, wie Kohlrou­lan­den gibt.
Hier ist ein Rezept für einen Krautsalat.
  • 1 kleinen Weißkohl
  • 2 Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 Tasse (ca. 125ml) Essig
  • 3/4 Tasse Öl
  • 3/4 Tasse Zucker
  • 2 TL Senf
  • 2 TL Salz
  • Pfeffer
  • Kümmel
Die Menge Weißkohl kann durch­aus variie­ren. Pi-mal-Daumen würde ich sa­gen, daß man mit ei­nem gu­ten Ki­lo recht gut liegt.
Der Kohl wird fein geho­belt und die Paprika und die Zwiebel wer­den ent­weder sehr fein ge­schnit­ten oder auch geho­belt. Al­les gut vermen­gen. Die Farbe der Paprika ist eher nebensächl­ich, doch sieht der Sa­lat optisch mit ro­ten Paprika vi­elleicht etwas hüb­scher aus, wobei dann der Kohl durch den Saft der Paprika auch ganz leicht ei­ne rote Farbe annimmt. In indus­tri­ell herge­stell­tem Krauts­a­lat sind meist grüne Paprika­s­tücke drin.
KrautsalatEssig, Zu­cker, Senf und Salz in ei­nem Topf verrüh­ren, so daß sich der Zu­cker auf­löst. Kräftig mit Pfeffer und zer­stoßenen Kümmelsamen wür­zen. Wer die etwas har­ten Kümmelkörner nicht mag, kann notfalls auch auf gemah­lenen Kümmel zurückgrei­fen. Dann das Öl hinzuge­ben al­les un­ter Rüh­ren und kurz auf­ko­chen las­sen. Den heißen Sud über das Kraut ge­ben und gut durch­mi­schen.
Al­les zu­sammen in ei­nem gut verschlosse­nem Gefäß min­des­tens 24 Stun­den durch­zie­hen las­sen, dabei zwi­schendurch einmal umrüh­ren. Ich verwen­de im­mer ei­ne Plas­tik­schüs­sel mit gut schließendem Deckel. Die Schüs­sel muß nicht zwin­gend von den Her­stel­ler sein, der regelmäßig Party macht. Dann reicht es, ihn in der verschlossenen Schüs­sel zwi­schendurch mal durch­zu­schüt­teln. Nach 24 Stun­den kann der Sa­lat geges­sen wer­den. Je län­ger er zieht, je bes­ser wird der Sa­lat im Ge­schmack, da der Kohl dann wei­cher wird. Wenn man Gäste hat, läßt sich der Sa­lat also pri­ma zwei oder drei Tage vorher vorbe­rei­ten. Im Kühlschrank hält er sich gut gekühlt zwei Wo­chen.

Man kann diesen Sa­lat auch mit Rotkohl her­stel­len. Dann wird er ge­schmack­lich etwas herber. Da Rotkohl ein klein we­nig fes­ter ist, empfiehlt es sich den Sa­lat nicht nur 24 sondern 48 Stun­den durch­zie­hen zu las­sen. Als Essig bietet sich Rotwein­essig an.

Guten Appetit.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Kräuter der Provence

Der Handel bietet eine große Zahl an verschiedensten Gewürz- und auch Kräutermischungen an.
Viele dieser Mischungen, wie etwa „Kräuter der Provence“, lassen sich aber auch selbst zusammenstellen. Das hier angegebene Mischungsverhältnis soll nur ein Anhaltspunkt sein. Die „richtige“ Mischung der „Kräuter der Provence“ scheint es nicht zu geben. Sowohl was die Inhaltsstoffe als auch was die Mengenverhältnisse anbelangt, findet man in Rezepten und bei Herstellern von Fertigmischungen große Abweichungen.
Hier mein Vorschlag für eine solche Mischung:
  • 2 TL Bohnenkraut
  • 2 TL Oregano
  • 2 TL Rosmarin
  • 1 TL Basilikum
  • 1 TL Lavendel
  • 1 TL Majoran
  • 1 TL Thymian
Hier finden jeweils getrocknete und klein geschnittene Kräuter Verwendung.

Dienstag, 28. Mai 2013

Leichter Salatdressing

Hier nun ein leichter Salatdressing mit wenig Fettgehalt. Er ist ideal für Kopfsalat, Eisberg etc.
Das Grundrezept für den Dressing ist:
  • 280 ml Wasser
  • 150ml Saure Sahne
  • 70ml Essig
  • 10g Salz
  • 10g Stärke
Saure Sahne, Essig und Salz verrühren. Die Stärke mit einigen EL des Wassers auflösen und gut verrühren, so daß keine Klümpchen entstehen. Diese Mischung dann ins Wasser geben. Das Wasser unter ständigen, kräftigem Rühren ein einem Topf erhitzen und kurz aufkochen lassen. Es bildet sich eine leicht dickflüssige fast klare Mischung. Diese noch heiße Masse schnell und unter ständigem Rühren zu den übrigen Zutagen geben.

Bis hierher ist der Dressing noch fad und langweilig. Er kann im Prinzip als Grundlage für jede Art von Salatdressing benutzt werden. Für einen einfachen Kräuterdressing empfiehlt es sich folgendes unterzurühren.
  • 1 TL Senf
  • 5g Zucker
  • tiefgefrorene oder frische, gehackte Kräuter nach Geschmack, wie Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Dill, Estragon etc.
  • und ggf. eine fein gehackte Schalotte, wenngleich es besser schmeckt, die frisch zum Salat zu geben
Das einzige Fett in diesem Dressing stammt aus der Sauren Sahne. Bei 150ml Saurer Sahne mit 15% Fett macht das 15g. Diese verteilen sich auf 500ml Dressing, so daß 100ml in dieser Form nur 3% Fett haben.

Der Dressing kann aber auch mit Öl hergestellt werden. Dazu gibt man zusätzlich 80ml Öl zu der Mischung aus Saurer Sahne und Essig. Gleichzeitg verringert man die Wassermenge auf 200ml. Dann hat der Dressing etwa 18% Fettanteil.

Im Kühlschrank ist der Dressing mehrere Wochen haltbar.

Guten Appetit.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Knoblauchsauce auf Mayonaisebasis

Hier nun eine weitere Sauce, die zur Grillsaison passt. – Auch wenn aktuell das Wetter nicht so nach Grillen ist.
Das Grundrezept für für die Mayonaise ist:
  • 1 Eigelb
  • 8g Salz
  • 1 TL Senf
  • 100ml Essig
  • 1 Prise Zucker
  • 400ml Öl (möglichste neutral wie etwa Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl)
Eigelb, Salz, Zucker, Senf und Essig mit dem Stabmixer oder auch dem Handmixer verrühren. Dann ganz langsam das Öl hinzugeben: zuerst nur tropfenweise und dann in einem dünnen Strahl; – und schon ist die Mayonaise fertig.

Nun aber zu der Knoblauchsauce: Bevor man da Öl hinzufügt gibt man zusätzlich noch hinzu:
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 TL getrockneter Estragon
  • 1 Msp Paprikapulver
  • etwas Chilipulver
  • etwas gemahlenen Pfeffer
  • eine Prise Salz
Den getrockneten Estragon zwischen den Fingern oder im Mörser zu einem feinen Pulver zerreiben. Die Knoblauchzehen schälen und durch die Knoblauchpresse drücken. Eine Prise Salz hinzugeben und mit dem Messerrücken zu einer feinen Paste zerquetschen. Diese Knoblauchpaste, den Estragon und das Paprikapulver mit den übrigen Zutaten (außer Öl) wie oben beschrieben verrühren und dann das Öl hinzugeben. Am Ende mit etwas Pfeffer und Chilipulver abschmecken.

Guten Appetit.

Freitag, 17. Mai 2013

Ketchup (Grundrezept)

Die Grillsaison hat so langsam begonnen und auch das Wetter spielt immer häufiger so mit, daß man den Grill anwerfen kann.
Als Sauce zu gegrilltem Fleisch bietet der Handel eine große Menge an Grillsaucen und Ketchups in den mannigfaltigsten Geschmacksrichtungen an.
Und da stellt sich die Frage, ob man auf einfache Weise nicht vielleicht Ketchup auch selbst machen kann? Und natürlich kann man das. Wie bei allen selbstgemachten Sachen, weiß man dann auch was drin ist, man kann auf Hilfsstoffe verzichten, die in der industriellen Herstellung unabdingbar sind, und zudem kann man den Geschmack selbst bestimmen.
Hier will ich erstmal ein Grundrezept sowie eine ganz einfache Version des Tomatenketchups vorstellen und Variationshinweise geben. Weitere Rezepte werden noch folgen. Das Grundrezept für Ketchup lautet:
  • 800 g Gemüse, Obst, (Wasser)
  • 200g Essig
  • 80g Zucker
  • 20g Salz
  • ca. 10-20g Stärke
  • Gewürze, Kräuter
Das ganze hört sich etwas abstrakt und theoretisch an und das darf es auch. Ketchup kann prinzipiell aus allen möglichen Gemüsesorten in Verbindung mit Obst gemacht werden. Verwendet man eher trockenes Gemüse, so muß etwas Wasser hinzugegeben werden. Wichtig ist, daß die Zutaten gut verkocht und am Ende fein passiert werden, damit sie eine ketchupähnliche Konsistenz erhalten. Ganz so fein passiert wie industriell hergesteller Ketchup wird es mit Hausmitteln allerdings nicht werden. Das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch. Die notwendige Verdickung geschieht durch Stärkemehl. Der Essig dient neben der notwendigen Säure auch der Haltbarmachung. Gut verschlossen hält er sich mehrere Monate.

Um aber nicht so ganz theoretisch zu bleiben, hier nun ein konkretes Rezept für einen Tomatenketchup (hot), der sich in wenigen Minuten herstellen läßt, weil hier auf ein Fertigprodukt zurückgegriffen wird.:
  • 2 Dosen (=800 g) passierte Tomaten
  • 200g Essig
  • 80g Zucker
  • 20g Salz
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Chilipulver; je nach Geschmack auch mehr oder weniger
  • 20g Stärke
Den Inhalt der beiden Dosen Tomaten mit dem Zucker, Salz, Paprikapulver und Essig in einen Topf geben und unter ständigem Rühren aufkochen. Die Stärke mit etwas Wasser ohne Klümpchen anrühren und zu der Sauce geben. Nochmal kurz aufkochen, bis die Stärke die Sauce gebunden hat. Am Ende alles mit Chilipulver abschmecken. Das ganze in einem Schraubglas, einer Saftflasche oder einer alten gereinigten Ketchupflasche abfüllen und abkühlen lassen. Vor dem ersten Gebrauch einmal gut durchschütteln.
Dieser Tomatenketchup ist zugegebenermaßen nicht besonders originell. Er kann aber als Grundlage für andere Geschmacksrichtungen dienen. Gibt man etwa 1-2 EL Currypulver hinzu, so bekommt man auf einfache Weise einen Curryketchup.

Um eine Sauce nach Art einer nichtsesshaften ethnischen Minderheit zu bekommen, kann man in die fertige Sauce kleingeschittens Gemüse hinzugeben und noch zwei Minuten mitköcheln lassen. Konkret:
  • 1 Zwiebel
  • ½ rote Paprika
  • ½ grüne Paprika
  • 1 Senfgurke
  • ½ TL zerkleinerte, eingelegte grüne Pfefferkörner
Das Gemüse darf nur die zwei Minuten köcheln und sollte auf keinen Fall gar gekocht werden. Es zieht in der heißen Sauce noch etwas durch und bleibt knackig. Diese Sauce schmeckt sowohl wieder aufgewärmt als auch kalt.

Guten Appetit.

Samstag, 11. Mai 2013

Kichererbseneintopf mit Staudensellerie

Dies ist ein Eintopf, der recht schnell zubereitet ist, weil hier auf einige Fertigprodukte – genauer Dosenware – zurückgegriffen wird. Die Menge sollte für vier Personen ausreichend sein, insbesondere wenn man ihn noch mit Fleisch (siehe unten) anreichert.
  • 2 Dosen (2×400g Abtropfgewicht) Kichererbsen
  • 1 Dose (400g) Tomaten „stückig“¹
  • 1 Dose (400g) Tomaten „stückig scharf“
  • 250ml Gemüsebrühe
  • 250g Staudensellerie
  • 2 Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 kl. Stück Ingwer
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 TL Kurkuma
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 1 EL Öl
  • Salz, Pfeffer, Chilipulver
Die Zwiebel, den Knoblauch und den Ingwer fein hacken. Den Staudensellerie putzen, von den harten Fäden befreien und in ca. ½ cm dicke Scheiben schneiden. Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden.
Zuerst die Zwiebel und den Knoblauch kurz im Öl anschwitzen und dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Nun die übrigen Zutaten hinzugeben und alles 30 Minuten köcheln lassen. Am Schluß mit Salz, Pfeffer und eventuell noch etwas Chilipulver abschmecken.

Wer den Eintopf nicht als vegetarisches Gericht essen möchte, der dann ihn natürlich auch noch mit Fleisch „pimpen“. Dazu kann man kurz vor Ende der Kochzeit pro Person ein (oder mehrere) kleingeschnittenes Würstchen hineingeben und heiß werden lassen. Die Wurstfrage ist reine Geschmacksache. Es eignen sich Debrecziner, die noch ein leichtes Raucharoma in den Eintopf reinbringen, ebensogut wie einfache Bockwurst.

Mir ist bewußt, daß Eintöpfe in der Regel nicht besondern photogen sind, aber ich habe trotzdem ein Bild gemacht.

Guten Appetit.


¹ Bei den Dosentomaten benutze ich meinst Produkte von „ORO di Parma“. Natürlich kann man auch Ware von jedem anderen Hersteller nehmen. In der Produktpalette von „ORO di Parma“ gibt es „stückige“ Tomaten und auch solche, die mit Paprika-/Chilistücken versehen sind und deswegen recht scharf sind. Sollte man diese Tomaten „stückig scharf“ nicht bekommen, kann man auch selbst mit Chilipulver, getrockneten Chilischoten oder frischen Chilis nachhelfen.

Samstag, 27. April 2013

Wildgewürz

Nicht jede Gewürzmischung muß man fertig kaufen. Wenn man weiß, was hinein gehört, kann man sie auch selbst zusammenstellen.
Der größte Vorteil ist, daß man dann auf Zutaten verzichten kann, die man nicht mag oder solche zusätzlich hinzufügen kann, die man für passend empfindet. Natürlich hat man in einer selbstgemachten Mischung auch keine Geschmacksverstärker und sonstige Zusatzstoffe drin.
Hier ist ein Rezept für ein „Wildgewürz“:
  • 2 EL Salz
  • 6g Muskatblüte
  • 2g Muskatnuß
  • 2 TL Tymian (getrocknet)
  • 1 TL Pfefferkörner
  • 8 Pimentkörner
  • 4 Gewürznelken
  • 1 Prise Zimt
Alle Gewürze werden sehr fein gemahlen. Ich benutze für so etwas immer eine alte Kaffeemühle mit Handbetrieb. Der Vorteil ist, daß man nur langsam mahlen kann und die Gewürze beim Mahlvorgang nicht heiß werden und daher beim Mahlen ihr Aroma nicht verlieren.
Diese Mischung hält sich in einem gut verschlossenen Glas einige Zeit. Wie jede Gewürzmischung sollte man sie natürlich nicht jahrelang in der Ecke stehen lassen und sich dann wundern, wenn sie irgendwann kein Aroma mehr hat.
Durch das Salz neigt die Mischung, genauso wie jede andere Gewürzmischung mit Salz, natürlich dazu Wasser anzuziehen, so daß das Aufbewahrungsgefäß wirklich dicht sein sollte. Am besten eignet sich ein Glas mit Schraubverschluß.
Üblicherweise gehören in eine Wildgericht auch Lorbeerblätter und Wacholderbeeren. Diese beiden Zutaten fehlen in der Mischung. Lorbeerblätter lassen sich kaum vernünftig mahlen und wenn sie nur zerhackt werden, ist es nicht schön, wenn man beim Essen zerhackte Lorbeerblätter zwischen den Zähnen hat. Wacholderbeeren lassen sich aufgrund des relativ hohen Wassergehalts nur schwerlich fein mahlen. Sie verstopfen eher das Mahlwerk.
Es ist also sinnvoll, wenn man diese beiden Zutaten separat beim Kochen hinzugibt. Mit Wacholderbeeren sollte mam bei Wildgerichten nicht sparen. Damit sie das Aroma besser abgeben empfiehlt es sich die Beeren kurz anzudrücken. Nach dem Kochen kann man vor dem Servieren die Lorbeerblätter – und wer keine Wacholderbeeren auf dem Teller haben will auch diese – wieder rausfischen.
Für ein Wildgulasch für vier Personen benötigt man neben 2 gehäuften Teelöffeln der Gewürzmischung noch 1-2 Lorbeerblätter und 8-10 Wacholderbeeren. Zusätzlich sollte man noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit.

Sonntag, 14. April 2013

Einfacher Salatdressing

Generell gilt, daß man Salatdressings normalerweise nicht jedesmal frisch zubereiten muß. Gut verschlossen kann man einen Salatdressing im Kühlschrank zwei bis drei Tage aufbewahren. Gerade in der Salatsaison, wenn häufiger Salat auf den Tisch kommt, lohnt es sich also eine größere Menge vorzubereiten.
Dieser klare Salatdressing ist eine einfacher Sache. Bei einer Salatmenge für 4 Personen benötigt man:
  • 4 EL Wasser
  • 1 EL Zitronensaft oder Essig
  • 1 TL Senf
  • 1 kleine Zwiebel oder Schalotte
  • 1 EL Rapsöl oder Olivenöl
  • etwas Schnittlauch und Petersilie
  • Salz, Pfeffer – Falls es zu sauer sein sollte noch etwas Zucker.
Alle Zutaten mit dem Schneebesen gut miteinander verrühren und mit Salz, Pfeffer und ggf. Zucker abschmecken. Durch die recht hohe Menge an Flüssigkeit im Verhältnis zum Öl hat der Dressing pro Person nur etwa 55 Kcal.

Guten Appetit.

Donnerstag, 11. April 2013

Seelachs mit Paprika-Senf-Kruste

„Schlemmerfilet-Fertigware“ ist oft eine nicht so tolle Angelegenheit. Der Fisch sieht nicht selten nach gepresstem Formfisch aus und die „Schlemmer“-Auflage ist eine schleimige undefinierbare Masse, die nach allem Möglichen schmeckt, aber alles andere als lecker ist.
Es ist allerdings recht einfach, einen Fisch mit so einer leckeren Auflage selbst zuzubereiten.
  • Seelachsfilet (TK-Ware)
  • etwas Olivenöl
Seelachsfilet in eine mit Olivenöl ausgepinselte Auflaufform legen.
Eine Mischung machen aus:
  • 1 Paprikaschote, fein gewürfelten
  • 3 TL Senfkörner, frisch gemahlenen
  • 2 EL Olivenöl
  • würzen mit:
    • Korianderblätter, getrocknet
    • Oregano, getrocknet
    • Dill, getrocknet
    • Zitronenschalenabrieb
    • Saft einer halben Zitrone
    • Salz
    • Pfeffer
  • Soviel Paniermehl dazu geben, so daß die Gesamtmenge ausreichend ist, um dem Fisch zu bedecken
Die Masse locker über den Fisch verteilen und im Backofen bei 155°C Umluft ca. 30 Minuten garen.

Guten Appetit.